VSTS im Einsatz: Team gewinnt

(…) Quellcode verändert werden könnten und
eine signifikant größere Auswirkung hätten?
Eine lokale Optimierung an einzelnen
Stellen oder Positionen bei Erstellungsprozessen,
die andere Disziplinen übergeht,
bringt im Sinne des Kunden nicht unbedingt
optimale Ergebnisse. Das wurde auch
in der Domäne der Software-Entwicklung
vor einiger Zeit erkannt und versucht mit
modernen Prozessen zu adressieren, die
die Schaffung eines Mehrwertes (Wertbeitrages)
in den Mittelpunkt stellen – Agilität
sei an dieser Stelle nur ein bezeichnendes
Stichwort in diese Richtung. Daraus ergeben
sich im Sinne der Kommunikation,
Zusammenarbeit & Koordination
, der
Qualitätssicherung und Projekttransparenz
bei Disziplinen wie Prozessen, Projektmanagement,
Anforderungen, Entwicklung,
Test und nicht zuletzt Reporting/
Monitoring auch viel mehr notwendige
Leistungsmerkmale, als sie eine integrierte
Entwicklungsumgebung alleine
liefern könnte und daher brauchte es eine
erweiterbare Plattform für die vielfältigen
Wechselbeziehungen dort – Vorhang auf
für Visual Studio Team System.

Die Bestandteile von Team System

Microsofts offizielles Schaubild über den
Aufbau von VSTS (siehe Abbildung 1) ist
dem Unternehmen gut gelungen. Es macht
deutlich, dass die Plattform grundsätzlich
zunächst in Desktop- (hellblau) und Server-
Seite (dunkelblau) aufgeteilt ist. Auf der
Desktop-Seite existieren die rollenbasierten
VSTS-Produkte, die bereits durch ihre
Namen selbst erklärend sind: Team Edition
2005 for Software Architects
, Team
Edition 2005 for Software Developers
und
Team Edition 2005 for Software Testers
und, relativ neu, Visual Studio 2005 Team
Edition for Database Professionals
, die alle
vier zusammengefasst als Visual Studio
2005 Team Suite
erhältlich sind. Hinzu
kommt der Visual Studio 2005 Team Test
Load Agent
, der die Visual Studio 2005
Team Edition for Software Testers
um die
Möglichkeit der Tests mittels Simulation
virtueller Endanwender erweitert.

Abb. 1: Die Mitglieder von Visual Studio 2005 Team System

Die Grundlage für die Integration der
verschiedenen Rollen und damit jener Teil
von VSTS, der die Aspekte Zusammenarbeit,
Kommunikation, Koordination, Qualitätssicherung

und Transparenz adressiert,
ist der Visual Studio 2005 Team Foundation
Server
. Er ist für das Projektmanagement,
das Versionsmanagement und das Änderungsmanagement
zuständig und dient als
zentrales Projektdaten-Repository. Eine
seiner Stärken sind seine Reporting-Funktionalitäten,
die Projektdetails unter anderem
visuell aufbereitet, also mit einem
höheren Abstraktionsgrad, darstellen und
so vor allem bei Projektleiter beliebt sind.

Für den Zugriff auf die Projekte dient
der übergeordnete Team Explorer. Auch
VSTS bietet eine Extensibility-Schnittstelle,
über die sich weitere Werkzeuge einbinden
lassen. Auch wenn in der Abbildung „Partners“
im Sinne von Drittherstellern gemeint
sind, kann theoretisch jeder mithilfe
eines SDKs eigene Erweiterungen erstellen.
Genau das fehlt, sonst wäre die Abbildung
1 perfekt.

Nüchtern betrachtet gab es vieles von
dem bereits vor Visual Studio Team System,
wenn auch mehr oder weniger etwas
wackelig und umständlich. Ist am Ende
vielleicht doch ein gewisser Marketingfaktor
im Spiel?

In der Praxis erfordert die Synchronisation
arbeitsteiliger Erstellungsprozesse
bei Software häufig zeitraubende und getreu
dem Peter-Prinzip (gemeint ist nicht
der Chefredakteur im Rahmen seiner Arbeit
als Lektor, sondern die Erkenntnis,
dass man nach einer gewissen Anzahl von
Beförderungen auf einen Arbeitsplatz landet,
auf den man „unfähig ist“, mehr dazu
unter auch [3]) auch „recht langweilige“
Prozesse für die Datenerfassung und die
Projektverwaltung. Diese sollten und werden
wiederum nur von den Teammitgliedern
durchgeführt, die die notwendige Erfahrung
dazu haben und manchmal dabei
sehr elegant mit den verschiedensten Metriken,
Heuristiken, Best Practices, aber leider
auch eventuell eher abstrakt und unverständlich,
weil sehr nah am Software-
Entwicklungsprojekt, jonglieren.

Eine Verbesserung dieser Situation
stellt eine Basis X der Mitglieder der Software-
Familie VSTS und damit automatisch
auch eine Basis der Mitglieder eines
Teams dar, welche Bestandteile der Software-
Familie VSTS verwenden. Das was
bei Major Healey in der 60er-Jahre-Fernsehserie
„Bezaubernde Jeannie“ als „Formula
X“ das Wunderwerk tat, ist bei VSTS
das Microsoft Solutions Framework (MSF).
Neben dem Microsoft Operations Framework
(MOF) und dem Microsoft Readiness
Framework
(MRF) ist es eines von
drei Frameworks die alle zusammen das
Enterprise Services Framework bilden
(ESF). MSF ist bei Microsoft Anfang der
90er Jahre entstanden und ist mittlerweile
in der Version 4 und öffentlich erhältlich.
Das MSF [4] ist eine Sammlung von Fallstudien,
progressiven Lösungen, Lösungsbausätzen
und noch eine Reihe mehr. Die
korrespondierenden Konzepte, Modelle
und Anleitungen schaffen die Grundlage
für den Aufbau einer Projektmanagementmethode
für die Bereiche Unternehmensarchitektur,
Anwendungsentwicklung, Komponentendesign
und Infrastrukturbereitstellung
und damit Anwendungen, bei denen
Lebenszyklen beachtet werden.

Warum stellt MSF die „Formula X“ dar?

Genau wie zum Beispiel die Erfahrung bei
der Software-Entwicklung die Art und Weise tangiert, tut das innerhalb eines Unternehmens
die Größe von Teams oder Einsatzszenarien.
Mittels des MSF müssen
nicht die mitgelieferten Prozessmodelle (…)

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