VMware auf Open-Source-Kurs: Cloud-Tool BOSH und neuer Cloud-Foundry-Workflow vorgestellt

Hartmut Schlosser

Der Virtualisierungsspezialist VMware hat das Projekt BOSH Open Source zur Verfügung gestellt. Es handelt sich dabei um ein Management- und Verwaltungstool für große Cloud-Foundry-Implementierungen. Die Ankündigung wurde im Rahmen der Feierlichkeiten zum einjährigen Bestehen der Cloud-Foundry-Plattform in Palo Alto gemacht, wo Mark Lucovsky das Werkzeug als „Open source tool-chain for release engineering, deployment and lifecyle management large scale distributed services“ vorstellte.

BOSH ist bei VMware für das eigene Cloud Foundry Cluster in Einsatz, soll aber offen sein für beliebige Public oder Private Cloud-Infrastrukturen (IaaS-neutral). Allein die Unterstützung für die Amazon Web Services ist noch nicht gegeben. Geplant ist die Integration von BOSH mit gängigen Configuration Management Tools wie Puppet oder Chef, was auch auf die Zielgruppe deutet, die im Umfeld der DevOps-Bewegung zu finden ist.

VMware CTO Steve Herrod beschreibt die Zielsetzung von VMware mit dem Slogan, sich als „Linux der Cloud“ etablieren zu wollen – deshalb die Entscheidung, eine Open-Source-Plattform zur Entwicklung einer neuen Generation von Anwendungen zu lancieren.

Bosh is for DevOps usage and built by a team of crack engineers with lots of mileage in this space. It’s not a product but an open source project with a command line interface and [users]are expected to udnerstand what YAML is. Quelle: ZDNet

Die Open-Source-Stoßrichtung wird außerdem durch einen neuen Prozess für Community-Beiträge zur Cloud-Foundry-Plattform betont. Der neue OSS-Workflow basiert auf einem Gerrit/Jenkins/GitHub-Setup. Commits werden an einen öffentlichen Gerrit-Server gesandt, das Jenkins-CI-System startet diverse Tests, das Gerrit-Code-Review-System ermöglicht Diskussionen und Veränderungen durch die Entwickler-Community. Auf cloudfoundry.org ist der Workflow folgendermaßen visualisiert:

Erklärtes Ziel ist es, Open-Source-Commits besser verwalten zu können und die Entwickler-Community um CloudFoundry zu vergrößern.

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Hartmut Schlosser
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