November-Update für den Code-Editor

Visual Studio Code 1.30 erschienen: Was ist neu?

Hartmut Schlosser

© Shutterstock / charles taylor

Microsofts Programmierumgebung VS Code liegt in der Version 1.30 vor. Neben der Integration neuer Features sowie zahlreicher Usability-Verbesserungen sticht die Unterstützung für TypeScript 3.2.2 hervor.

Im November-Release von Visual Studio Code 1.30 sind wieder einige nützliche Features hinzugekommen. So wurde in der Workbench die Suche nach Mehrzeilern im Code verbessert. Multiline-Suchen können nun auch ohne reguläre Ausdrücke durchgeführt werden. In der Suchbox springt man mit Shift+Enter in die nächste Zeile zur Eingabe, das Ganze funktioniert zudem auch via Copy & Paste aus der Zwischenablage.

VS Code 1.30: Quelle: https://code.visualstudio.com/updates/v1_30

VS Code 1.30: Quelle: https://code.visualstudio.com/updates/v1_30

Im Editor wurden die neuen Kommandos Go to Declaration und Peak Declaration eingeführt. Hintergrund ist hier, dass VS Code bisher nur die Kommandos Go to Definition und Peek Definition kannte, um die Definition eines Symbols anzuzeigen. Allerdings gibt es Sprachen, die zwischen der Deklaration und der Definition eines Symbols unterscheiden. Diese Differenzierung wird nun auch im Editor berücksichtigt und kann via Extensions sowie über ein neues API angesprochen werden.

VS Code 1.30: Quelle: https://code.visualstudio.com/updates/v1_30

VS Code 1.30: Quelle: https://code.visualstudio.com/updates/v1_30

Der TypeScript-Support wurde auf die Version 3.2.2 hochgeschraubt. Damit stehen Features wie die strikte Typisierung von bind, call und apply sowie BigInt-Support auch in VS Code zur Verfügung. Bei BigInt handelt es sich um ein ECMAScript-Proposal, das das Modellieren theoretisch beliebig langer Integer erlaubt. Der neue primitive Type bigint kann über die Funktion BigInt() oder ein BigInt Literal aufgerufen werden.

VS Code Experimentierkasten

Spannend ist auch immer die Sektion der experiementellen Features, die schon jetzt zeigen, welche neue Standard-Funktionalität in zukünftigen Versionen zu erwarten sind. Hier zeichnet sich zum Beispiel die Unterstützung für individuelle HTML Tags und Attribute ab. Mittels html.experimental.custom.tags und html.experimental.custom.attributes lässt sich eine Liste von Tags und Attributen spezifizieren, die von VS Code beim Start geladen werden. Beim Editieren von HTML-Dateien stehen dann Autovervollständigung und Mouse-Over-Hinweise zur Verfügung.

VS Code 1.30: Quelle: https://code.visualstudio.com/updates/v1_30

VS Code 1.30: Quelle: https://code.visualstudio.com/updates/v1_30

Im oberen Bild ist ein Beispiel dieses Features für Web Components zu sehen. Wer selbst damit herumexperimentieren möchte, finden den Code im octref/web-components-examples Repository.

VS Code 1.30 hat noch mehr zu bieten: eine History in der Find-All-References-View, Syntax-Highlighting für Markdown in JSDoc, eine verbesserte Anzeige von JavaScript- und TypeScript Callbacks und vieles mehr. Eine Übersicht bieten die ausführlichen Release Notes für VS Code 1.30.

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Hartmut Schlosser
Hartmut Schlosser
Content-Stratege, IT-Redakteur, Storyteller – als Online-Teamlead bei S&S Media ist Hartmut Schlosser immer auf der Suche nach der Geschichte hinter der News. #java #eclipse #devops #machinelearning #seo. Zum Lächeln bringen ihn kreative Aktionen, die den Leser bewegen. @hschlosser
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