Die Neuerungen im Überblick

Visual Studio Code 1.25 ist da: Die neuen Features auf einen Blick

Hartmut Schlosser

© Shutterstock / Danielala

Microsoft hat die Version 1.25 der Entwicklungsumgebung Visual Studio Code veröffentlicht. Neben der Unterstützung für TypeScript 2.9.2 sind wieder eine Menge neuer Features hinzugekommen, allen voran ein erweitertes Grid Layout sowie der neue Portable Mode.

In schöner Regelmäßigkeit präsentiert uns das Entwicklerteam hinter Visual Studio Code jeden Monat ein neues Funktionsupdate des beliebten Code-Editors. Im Juni-Release haben es gleich mehrere Features aus dem Preview-Status in die stabile Hauptversion geschafft.

Neue Features in Visual Studio Code 1.25

Einige nützliche Usability-Verbesserungen betreffen die Workbench. So können Editoren durch ein neues Grid Layout jetzt sowohl vertikal als auch horizontal angeordnet werden. Dadurch wird es möglich, mehr als drei Editoren gleichzeitig auf dem Bildschirm zu halten.

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Quelle: Microsoft

Unter View > Editor Layout stehen bereits einige vordefinierte Editor-Layouts zur Verfügung.

Ebenfalls neu in Visual Studio 1.25: Die aus den Preview-Versionen bekannte Outline View ist jetzt standardmäßig aktiviert. Dabei handelt es sich um einen separaten Bereich am unteren Ende des Datei-Explorers, der den Symbol-Baum des aktiven Editors anzeigt. Dabei stehen verschiedene Sortieroptionen sowie optionales Cursor Tracking, Suchfelder und Fehlerwarnungen zur Verfügung.

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Quelle: Microsoft

Ein Highlight in Visual Studio Code 1.25 ist der Portable Mode, der es erlauben soll, bestimmte VS Code Setups beispielsweise über USB oder File Share auf andere Umgebungen zu übertragen. Dafür werden alle von VS Code generierten Daten in der Nähe der Installation gehalten. Der Modus ist im ZIP Download für Windows und Linux sowie im Download für macOS enthalten.

Hilfreich ist zudem die neue Option, Dateien, Ordner und VS-Code-Workspace-Dateien einfach durch das Ziehen in einen leeren Explorer zu öffnen.

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Quelle: Microsoft

Neu im VS-Code-Editor

Auch im Editor selber sind einige Usability-Verbesserungen hinzugekommen. So lässt sich die Anzeige der Vorschläge beim Code Hovering flexibel einstellen: Mittels editor.hover.enabled lässt sich das Hovering ausschalten, über editor.hover.delay stellt man die Verzögerung bis zum Erscheinen des Textes ein, editor.hover.sticky erhält den Hover-Text beim Bewegen der Maus.

Außerdem gibt es neue Möglichkeiten für die Navigation innerhalb von Codewörtern, um gezielt Camel-Case-Positionen und Unterstriche anzusteuern.

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Quelle: Microsoft

Details zu den weiteren Neuerungen, etwa bei der mitschwebenden Debug Toolbar, der Extensions View sowie dem Language Server Protocol Inspector, können in den Release Notes nachgelesen werden.

VS Code Preview

Wie immer sind auch in VS Code 1.25 Preview Features integriert, die zwar noch nicht reif für die große Bühne sind, allerdings bereits funktional genutzt werden können. In VS Code 1.25 präsentiert sich ein neuer Editor für Settings, der über Preferences: Open Settings (Preview) erreicht werden kann.

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Quelle: Microsoft

Neu ist hier vor allem die Organisation über ein konfigurierbares Inhaltsverzeichnis, in dem die Settings in verschiedenen Kategorien aufgeführt werden. Feedback zu diesem Feature ist ausdrücklich erwünscht und kann über dieses GitHub issue abgegeben werden.

Alle Infos zur neuen Version finden Interessierte in der offiziellen Release-Ankündigung. Wer mehr über die Hintergründe des neuen Microsoft Code-Editors erfahren möchte, dem empfiehlt sich unser Interview mit den VS-Coder Chefarchitekten Erich Gamma und Dirk Bäumer:

Es geht um „Choice“, wir geben den Entwicklern die Gelegenheit zu wählen. Und für mich ist das wie eine Slot Machine: Man hat die Plattform, IDEs, leichtgewichtige Tools, verschiedene Programmiersprachen. Je nach Kombination kann ich als Entwickler jetzt das Tool wählen, das mir am meisten zusagt. Und das kann heißen: ich entwickele auf Mac, ich mag IDEs, ich mag C# also nehme ich mir Visual Studio für Mac. Das ist Freedom auf Choice. Letztlich ist das die Entscheidung des Entwicklers. (Erich Gamma)

Geschrieben von
Hartmut Schlosser
Hartmut Schlosser
Content-Stratege, IT-Redakteur, Storyteller – als Online-Teamlead bei S&S Media ist Hartmut Schlosser immer auf der Suche nach der Geschichte hinter der News. SEO und KPIs isst er zum Frühstück. Satt machen ihn kreative Aktionen, die den Leser bewegen. @hschlosser
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