Verzahnung der Welten – durch Wertschöpfungsarchitektur

Nachhaltigkeit ist Trumpf

Jürgen Gebauer, Experte für Unternehmensarchitekturen (Enterprise Architecture) bei der Capgemini sd&m AG, ist aufgrund seiner langjährigen Erfahrung überzeugt, dass „erst die Nachhaltigkeit den Erfolg des übergreifenden Ansatzes der Wertschöpfungsarchitektur garantiert. Sie liefert dann den größten zusätzlichen Wert, wenn man alle Beschreibungswelten der IT-Unternehmensarchitektur konsequent mit einbezieht und sich nicht auf einzelne Bereiche beschränkt.“

Die Visualisierung der Sichten auf die Unternehmensarchitektur ist unabdingbar für deren Akzeptanz. Jeder kennt die Meetings, in denen mühsam versucht wird, fachliche oder technische Anforderungen verbal zu beschreiben. Ein übersichtliches Bild, das die beteiligten Systeme oder fachlichen Funktionen darstellt, spart nicht nur Zeit und Nerven, sondern verbessert auch die Qualität der Ergebnisse entscheidend. So stellt sich schnell die Frage nach einem geeigneten Werkzeug. Bei der SCHUFA kommt das von Capgemini sd&m entwickelte Werkzeug Visualize IT, kurz VIT, zum Einsatz.

Erfolgsfaktoren

Die Kunst bei der Identifikation der einzelnen Komponenten besteht darin, das richtige Augenmaß zu finden. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass die an der Wertschöpfungsarchitektur beteiligten Personen ein gemeinsames Verständnis für die optimale Abstraktionsebene erarbeiten. Das erleichtert die Arbeit im Spannungsfeld zwischen zu hoher Komplexität und aussagefreier Abstraktion. Bei der SCHUFA ist dies gelungen: „Die Software-Landkarten sind bei uns zum Selbstläufer geworden. Wir müssen Aufträge ablehnen, weil unsere Kapazitäten nicht ausreichen“, stellt Thomas Siedenbiedel fest.

Die Wertschöpfungsarchitektur als Kommunikationsmittel zwischen IT- und Fach-Abteilungen adressiert unterschiedliche Stakeholder. Diese sprechen zwar verschiedene Sprachen, verfolgen aber das gleiche Ziel: Sie wollen als Unternehmen erfolgreich am Markt sein. Damit dient die Wertschöpfungsarchitektur als Übersetzer und wird zum strategischen Erfolgsfaktor.

Die hohe Akzeptanz der Wertschöpfungsarchitektur zeigt sich darin, dass das Stilelement Farbe zum Branding wurde. „Wir haben die Farben der grafischen Darstellung mit der Marketing-Abteilung abgestimmt. Alle Schattierungen sind nun konform mit den offiziellen SCHUFA-Farben. Inzwischen fragt der Vorstand schon selbst nach der ‚grünen Tapete'“, sagt Thomas Siedenbiedel.

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