Vert.x Proposal landet bei Eclipse

Hartmut Schlosser

Das Applikations-Framework Vert.x wurde als offizieller Projektvorschlag bei der Eclipse Foundation eingereicht. Nach dem Wechsel von Hauptentwickler Tim Fox von VMware nach Red Hat hatte es zunächst Unstimmigkeiten über die Urheber- und Namensrechte des Projektes gegeben. Nach intensiven Diskussionen mit der Community stimmte der ursprüngliche Vert.x Sponsor VMware schließlich einer Übertragung des Projektes in die anbieterneutrale Eclipse Foundation zu. Mit der Einreichung des Projekt-Proposals ist nun eine wichtige Etappe in diesem Prozess erreicht.

Vert.x ist ein Framework, dessen Fokus auf der Entwicklung asynchroner, nebenläufiger Anwendungen liegt. Asynchrone APIs ermöglichen nicht-blockierende, skalierbare Webanwendungen. Das Concurrency-Modell erlaubt es, Quellcode in einem einzigen Thread zu schreiben – die Synchronisierung der Nebenläufigkeit wird automatisch erledigt.

Vert.x ist polyglott ausgerichtet und hält APIs in Ruby, Java, Groovy und JavaScript bereit. Als weitere Merkmale wird von Haus aus ein verteilter Event Bus, Web Sockets, SockJS und eine Anbindung an MongoDB mitgeliefert.

Lizenztechnisch soll das Projekt fortan zweigleisig fahren: Die ursprüngliche Lizensierung unter der Alv2 soll beibehalten werden, dazu kommt nun naheliegenderweise die Eclipse Public Licence, eine Open-Source-Lizenz, die es erlaubt, die Quellcodes auch in kommerziellen Produkten einzusetzen.

Die initiale Codebasis soll noch im März 2013 in die Eclipse-Infrastruktur übertragen werden. Eingegliedert wird Vert.x in das Eclipse Runtime Top-Level-Projekt (RT). Die Migration und die Klärung aller Urheberrechtsbelange soll bis Ende April 2013 abgeschlossen werden.

Zur Einführung in Vert.x empfehlen wir den JAXenter-Artikel „Polyglott mit Vert.x: Eine JVM-Alternative zu Node.js„. Im kommenden Java Magazin wird Vert.x übrigens als Titelthema ausführlich behandelt – nicht verpassen!

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Hartmut Schlosser
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