Vert.x-Modul für MQTT: Java everywhere?

Redaktion JAXenter

Wer sich schon einmal mit dem Internet-of-Things-Protokoll MQTT befasst hat, weiß, dass der Broker das Herzstück seiner Infrastruktur ist. Von diesem zentralen Server abonnieren die Clients so genannte Topics (subscribe), zu denen sie Nachrichten empfangen möchten. Umgekehrt teilen sie dem Broker mit, zu welchen Topics sie Nachrichten an ihn schicken (publish). Aufgabe des Brokers ist es also, die jeweils erwünschten Nachrichten an alle Clients zuzustellen. Mit HiveMQ, Mosca, Mosquitto und vielen weiteren steht bereits eine beachtliche Auswahl an Brokern zur Verfügung.

Auch Vert.x, die populäre Plattform für asynchrone Anwendungen, dockt jetzt an die MQTT-Technologie an: Wie einer entsprechenden GitHub-Seite zu entnehmen ist, entsteht gerade ein Vert.x-Modul für eine MQTT-Broker-Implementierung. Pate steht dabei der in Java implementierte Broker Moquette, ereignisgetrieben – wie Vert.x verwendet auch er Netty – und seit Version 0.5 mit OSGi-Unterstützung. vertx-mqtt-broker-mod setzt eine Vert.x-Version ab 2.1M1 und eine Maven-Version ab 3 voraus.

Was haben Vert.x, Netty und Moquette gemeinsam? Alle drei sind Java-Technologien. Das MQTT- und das Java-Ökosystem sind buchstäblich immer besser vernetzt (siehe auch die Java-Client-Implementierung von Eclipse Paho). Weshalb MQTT für Java-Entwickler interessant ist, zeigte Dominik Obermaier kürzlich auf der JAX (s. Präsentation).

Um das Protokoll CoAP hingegen scharen sich bislang kaum Java-Technologien, was sicherlich mit der bislang noch kleineren Community zusammenhängt.

Vert.x ist wurde jüngst auf der JAX zum Sieger der JAX Innovation Awards zum Sieger in der Kategorie „Most Innovative Java Technology“ gekürt. Was der Projektleiter Tim Fox zu dieser Auszeichnung zu sagen hatte, zeigt das folgende Video:

 

 

Geschrieben von
Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!

avatar
400
  Subscribe  
Benachrichtige mich zu: