Einmal mit allem, bitte.

Vert.x 3.4 wird polyglotter: Jetzt mit Support für Scala und Kotlin

Dominik Mohilo

© Vert.x via http://vertx.io/

Mit Vert.x 3.4 bauen die Macher des ereignisorientierten Webframeworks die Bandbreite an unterstützten Sprachen aus: Kotlin und Scala können in ihren aktuellsten Versionen nun ebenfalls verwendet werden. Auch für Nutzer von Apache Kafka und dem Protokoll MQTT hat das neue Release neue Einsatzmöglichkeiten im Gepäck.

Polyglott und fit fürs Web…

Vert.x bleibt seiner Linie treu und erweitert seine Polyglossie. Neben Java, JavaScript, Groovy, Ruby und Ceylon werden nun auch die beiden immer populärer werdenden JVM-Sprachen Scala und Kotlin unterstützt. Der Support für Scala 2.12 und Kotlin 1.1 entspricht dabei den aktuellsten Spezifikationen der beiden Programmiersprachen.

Mit dem neuen Vert.x Web Client wird der Fokus auf Usability Features gelegt, die Nutzern dabei helfen sollen, Web-Anwendungen zu erstellen. Der Web Client baut auf dem vielseitigen und skalierbaren Http Client auf und beinhaltet dessen sämtliche Features. In Verbindung mit der populären Erweiterung Vert.x RxJava wird aus dem Ganzen eine mächtige Kombination. Ab Vert.x 3.4 unterstützt die RxJava-Erweiterung zudem den reaktiven Type rx.Single und auch die Observable reactive pull back pressure.

…IoT, Big Data, DevOps – check!

Für IoT-Entwickler bringt das Update den neuen Vert.x MQTT Server; wer gerne Apache Kafka im Einsatz hat, kann ab sofort auf den Vert.x Kafka Client zugreifen. Das Networking im Bereich Microservices soll durch Vert.x gRPC verbessert werden und das neue Vert.x Config sowie der vollwertige Vert.x Consul Client runden das Paket ab.

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Sicherheit und Qualität spielten bei der Auswahl an Features, die in die aktualisierte Fassung von Vert.x implementiert werden sollten, ebenfalls eine große Rolle. Um den Ansprüchen von DevOps gerecht zu werden, enthält Vert.x 3.4 einen Health Check für das Monitoring. In Sachen Security folgen sämtliche Vert.x-Web Sessions den Empfehlungen des Open Web Application Security Project (OWASP) und das OAuth2-Setup wurde noch einmal überarbeitet. Auch das htdigest-Authentifizierungsschema ist neu und soll die Usability im Bereich Sicherheit verbessern.

Weitere Features

Neben zahlreichen gefixten Bugs und den oben genannten Verbesserungen gab es auch kleinere wichtige Neuerungen. Für Groovy werden jetzt etwa Extension Methods verwendet und keine Wrapper mehr generiert, mit dem neuen SelfSignedCertificate wird das Erstellen von Tests und Demos mit TLS/SSL erleichtert.

Weitere Informationen zum aktuellen Update gibt es auf dem Vert.x Blog. Eine vollständige Liste mit sämtlichen Bugfixes, Features und Verbesserungen, die Vert.x 3.4 mit sich bringt, gibt es hier.

Über Vert.x

Das Framework Vert.x baut auf Netty und dem In-Memory Data Grid Hazelcast auf und gilt vielen als Java-Alternative für das unter Webentwicklern populäre Node.js. Die leichtgewichtige, performante und reaktive Applikationsplattform ist auf die Entwicklung moderner Mobile-, Web- und Enterprise-Anwendungen ausgerichtet.

Der große Vorteil von Vert.x ist die Tatsache, dass die Plattform auf der JVM läuft, die über Jahre hinweg optimiert und verbessert wurde. Der polyglotte Ansatz vereinfacht die Migration von vorhandenen Anwendungen und erleichtert den Umstieg auf eine andere Programmiersprache. Die verschiedenen Sprachen sind dabei als einzelne Module angelegt, sodass sich jeder sein benötigtes Sprachpaket dazu laden kann. Sie sind Teil der Bestrebung, ein Ökosystem von wiederverwendbaren Modulen zu erschaffen.

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Für einen tieferen Einblick in das Framework bieten sich die Videos „Hochperformante reaktive Anwendungen mit Vert.x“ (JAX-Session mit Tim Fox) und „Vert.x for World Domination“ (W-JAX-Session mit Jochen Mader) an.

Geschrieben von
Dominik Mohilo
Dominik Mohilo
Dominik Mohilo studierte Germanistik und Soziologie an der Goethe-Universität in Frankfurt. Seit 2015 ist er Redakteur bei S&S-Media.
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