Behutsame Weiterentwicklung

Vert.x 3.2 mit neuen Komponenten

Michael Thomas

Vert.x-Logo (Quelle: http://vertx.io/)

Die Node.js-Alternative Vert.x ist hat ein Update erfahren: Version 3.2 des reaktiven Anwendungs-Frameworks setzt den mit Version 3.0 und 3.1 eingeschlagenen Kurs fort und bietet seinen Nutzern einige interessante Erweiterungen.

So hält mit vertx-lang-ceylon die offizielle Unterstützung für die Java-basierte (und mitunter als Java-Alternative gehandelte) statisch typisierte JVM-Sprache Ceylon Einzug in Vert.x. Bei vertx-tcp-bridge handelt es sich um eine Event-Bus-Bridge, die allen TCP-fähigen Anwendungen via Event Bus die Interaktion mit Vert.x-Anwendungen ermöglichen soll. Mit vertx-hawkular-metric steht zudem eine Implementierung für die quelloffene Überwachungs- und Verwaltungsplattform Hawkular bereit.

Im Gegensatz zu den bisher genannten Komponenten ist das ebenfalls neue vertx-jgroups, eine alternative Implementierung des Cluster-Managers von Vert.x, bei der das Multicast-System JGroups zum Zuge kommt, bislang nur als technische Preview verfügbar.

Last but not least wurde die mit Version 3.1 eingeführte Komponente vertx-shell, die ein Kommandozeilen-Interface für die Vert.x-Laufzeitumgebung zur Verfügung stellt, im Zuge des Updates in den Kreis der offiziellen Komponenten aufgenommen; auch ein neuer Stack Manager für die Konfiguration und Verwaltung der Vert.x-Distribution ist Teil des Updates.

Eine ausführliche Liste der Neuerungen halten die Release Notes bereit. Wer seine Anwendung updaten möchte, sollte zudem einen Blick auf die Breaking Changes werfen.

Über Vert.x

Das Framework Vert.x baut auf Netty und dem In-Memory Data Grid Hazelcast auf und gilt vielen als Java-Alternative für das unter Webentwicklern populäre Node.js. Die leichtgewichtige, performante und reaktive Applikationsplattform ist auf die Entwicklung moderner Mobile-, Web- und Enterprise-Anwendungen ausgerichtet.

Lesen Sie auch: Vert.x im Unternehmenseinsatz

Der große Vorteil von Vert.x ist die Tatsache, dass die Plattform auf der JVM läuft, die über Jahre hinweg optimiert und verbessert wurde. Der polyglotte Ansatz vereinfacht die Migration von vorhandenen Anwendungen und erleichtert den Umstieg auf eine andere Programmiersprache. Die verschiedenen Sprachen sind dabei als einzelne Module angelegt, sodass sich jeder sein benötigtes Sprachpaket dazuladen kann. Sie sind Teil der Bestrebung, ein Ökosystem von wiederverwendbaren Modulen zu erschaffen.

Lesen Sie auch: Warum Vert.x mehr ist als ein Node.js für die JVM

Für einen tieferen Einblick in das Framework bieten sich die Videos „Hochperformante reaktive Anwendungen mit Vert.x” (JAX-Session mit Tim Fox) und „Vert.x for World Domination“ (W-JAX-Session mit Jochen Mader) an.

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Michael Thomas
Michael Thomas studierte Erziehungswissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und arbeitet seit 2013 als Freelance-Autor bei JAXenter.de. Kontakt: mthomas[at]sandsmedia.com
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