Reaktiver als je zuvor

Vert.x 3.1 ist da: Neue Tools für Reaktive Anwendungen

Hartmut Schlosser

Das reaktive Anwendungs-Framework Vert.x ist in Version 3.1 erschienen. Neben den üblichen Bugfixes sprechen drei neue Komponenten und eine Neuimplementierung der Starter-Klasse für ein Update.

„Reaktiver als je zuvor“ – so betitelten wir die im Juni erschienene dritte Majorversion Vert.x 3.0. Das generalüberholte Kern-API , ein neues Vert.x-Web Toolkit sowie Vert.x-Unit, ein Test-Werkzeug für asynchroner Tests, gehörten hier zu den Highlights.

Neu in Vert.x 3.1

Vert.x 3.1 führt den eingeschlagenen Weg nun behutsam fort und bietet weitere nützliche Erweiterungen. So steht mit Vertx-sync ein Set an Utilities bereit, um asychrone Operationen auszuführen und Events auf synchrone Art und Weise zu empfangen, ohne Kernel Threads zu blockieren.

Vertx-stomp bietet eine Implementierung eines STOMP Server und Clients, wobei Server und Client unabhängig voneinander und im Zusammenspiel mit anderen Clients bzw. Server verwendet werden können. Unterstützt werden die Versionen 1.0, 1.1 und 1.2 des STOMP-Protokolls.

Bei der Vertx-shell-Komponente geht es darum, ein Kommandozeilen-Interface für die Vert.x-Laufzeitumgebung zur Verfügung zu stellen. Das Interface kann über reguläre Terminals genutzt werden und unterstützt verschiedene Protokolle.

Neu implementiert wurde zudem die Starter-Klasse und damit zusammenhängende Funktionalität. Beispielsweise ist die Redeploy-Option wieder nutzbar.

Eine ausführliche Liste der Neuerungen halten die Release Notes bereit. Wer seine Anwendung updaten möchte, sollte zudem einen Blick auf die 3.1.0 Breaking changes werfen.

Über Vert.x

Das Framework Vert.x baut auf Netty und dem In-Memory Data Grid Hazelcast auf und gilt vielen als Java-Alternative für das unter Webentwicklern populäre Node.js. Die leichtgewichtige, performante und reaktive Applikationsplattform ist auf die Entwicklung moderner Mobile-, Web- und Enterprise-Anwendungen ausgerichtet

Der große Vorteil von Vert.x ist die Tatsache, dass die Plattform auf der JVM läuft, die über Jahre hinweg optimiert und verbessert wurde. Der polyglotte Ansatz – unterstützt werden neben Java auch JavaScript, CoffeeScript, Ruby, Python und Groovy – vereinfacht die Migration von vorhandenen Anwendungen und erleichtert den Umstieg auf eine andere Programmiersprache. Die verschiedenen Sprachen sind dabei als einzelne Module angelegt, sodass sich jeder sein benötigtes Sprachpaket dazuladen kann. Sie sind Teil der Bestrebung, ein Ökosystem von wiederverwendbaren Modulen zu erschaffen. Zu diesem Zweck kommt eine Module Registry zum Einsatz, die der Community alle registrierten Module anzeigt und somit globale Sichtbarkeit erlangen.

Verwendet Node.js die Google V8 JavaScript Engine zur Ausführung, so kommt bei Vert.x die Java-Runtime zur Anwendung. Ein verteilter Event Bus verbindet die Server-seitigen Komponenten. Ein ausgetüfteltes Concurrency Model übernimmt die Ausführung nebenläufiger Prozesse, um die sich der Entwickler nicht selbst kümmern muss. Seit Version 2.0 befindet sich das Projekt unter dem Dach der Eclipse Foundation.

Für einen tieferen Einblick in das Framework bieten sich die Videos „Hochperformante reaktive Anwendungen mit Vert.x” (JAX-Session mit Tim Fox) und „Vert.x for World Domination“ (W-JAX-Session mit Jochen Mader), sowie der JAXenter-Artikel „Vert.x im Unternehmenseinsatz“ von Mariam Hakobyan, Sascha Möllering und Björn Stahl an.

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Hartmut Schlosser
Hartmut Schlosser
Content-Stratege, IT-Redakteur, Storyteller – als Online-Teamlead bei S&S Media ist Hartmut Schlosser immer auf der Suche nach der Geschichte hinter der News. SEO und KPIs isst er zum Frühstück. Satt machen ihn kreative Aktionen, die den Leser bewegen. @hschlosser
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