Vert.x 1.2 führt Modulsystem ein

Hartmut Schlosser

Das eine Modulsystem wird gekippt, das andere als fertig implementiert der Community vorgestellt. Die Rede ist vom derzeit viel beachteten Concurrency-Framework Vert.x, das in seiner neuen Version 1.2.0 ein Modulsystem einführt.

Über das Vert.x-Modulsystem und das ebenfalls neu gelaunchte öffentliche Modul-Repository können User nun benötigte Komponenten frei zusammenstellen. Die Community ist aufgerufen, ihren Teil beizutragen und eigene Module einzuchecken, die von anderen wiederverwendet werden können.

Module werden automatisch nach dem „Lazy“-Modus installiert, wenn sie in Vert.x Anwendungen referenziert werden. Manuell lassen sich Module über install <module name> ins Boot holen. Als weitere Neuerung werden nun Python und CoffeeScript unterstützt.

Vert.x ist ein Ereignis-getriebenes Application Framework für die JVM, das APIs in Ruby, Java, Groovy und JavaScript bereit hält. Als weitere Merkmale wird von Haus aus ein verteilter Event Bus, Web Sockets, SockJS und eine Anbindung an MongoDB mitgeliefert. Das implementierte Concurrency-Modell erlaubt es, den Programmiercode als einzigen Thread zu schreiben – die Synchronisierung der Nebenläufigkeit wird automatisch erledigt. Vert.x kann auch als Bibliothek in Java- oder Groovy-Anwendungen genutzt werden, um beispielsweise asynchrone Kommunikationsmodelle umzusetzen.

Auf der Vert.x Roadmap stehen nun das Hot Redeployment von Modulen, die Verbesserung des Test-Supports und der Ausbau des Modul-Ökosystems. Mit Fragezeichen ist der Support für Scala und Kotlin versehen – wobei das bedeutet, dass noch unklar ist, welche der beiden JVM-Sprachen als erste integriert wird. Auf alle Fälle plant das Team also mit einer weiteren Vernetzung mit dem JVM-Sprachensystem, um dem Anspruch eines „polyglotten Frameworks“ gerecht zu werden.

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Hartmut Schlosser
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