Update für reaktive Programmierer: Akka 2.2.1 erschienen

Hartmut Schlosser

Liebhaber des Akka Frameworks dürfen sich über das erste Maintenance Release der Version 2.2 freuen. Auf dem Programm der Akka-Entwickler standen hauptsächlich Bugfixing und kleine Verbesserungen. So lässt sich das Logging für Remote Events nun besser konfigurieren. Eine neue Methode erlaubt den Zugriff auf ActorRef via ActorSelection. Neu ist auch ein konfigurierbarer Dispatcher für interne Remoting Actors. Zudem wurde die Dokumentation auf Vordermann gebracht.

Bei Akka handelt es sich um ein Ereignis-getriebenes Middleware Framework, mit dem sich verteilte Anwendungen in Java und Scala bauen lassen. Implementiert ist das Modell der Aktoren, das die Entwicklung nebenläufiger Prozesse vereinfachen soll. Mit Akka lässt sich die Business-Logik einer Anwendung von Low-Level Mechanismen wie Threads und Locks trennen. Die Logik ist in Aktoren-Objekten eingebettet, die Nachrichten versenden und erhalten können. Dabei erlaubt Akka die einfache Konfigurierung und Verwaltung dieser Aktoren. Anwendungen sollen so von den Vorteilen von Multikern-Systemen und verteilten Umgebungen – Stichwort Cloud – profitieren.

Akka ist Teil des sogenannten Typesafe Stacks – eine aufeinander abgestimmte Technologie-Sammlung bestehend aus der Scala-Programmiersprache, dem Webframework Play, Akka und passendem Tooling. Mit Akka lassen sich sogenannte reaktive Anwendungen umsetzen, wie sie im jüngst erschienenen „Reactive Manifesto“ beschrieben werden. Hier geht es um Ereignis-getriebene Anwendungen, die den Fokus auf Skalierbarkeit, Fehlerresistenz und eine interaktive User Experience legen. Die Analysten von Gartner tragen diesem Programmiermodell bereits Rechnung, indem sie es in ihren Hype Cycle for Application Developement aufgenommen haben. Hier wird Reactive Programming an den Anfang des Zyklus gesetzt und als Technologie im Aufschwung („On the Rise“) qualifiziert – übrigens gemeinsam mit „Event-driven Web“, „Kanban“, „DevOps“ und „Java EE 7“.

Akka 2.2.1 ist Binary-kompatibel mit der Version 2.2.0, sodass eine Migration problemlos vollzogen werden kann. Wer von älteren Akka-Versionen aus aktualisieren möchte, kann sich im Migrations Guide schlau machen. Eine schöne Einführung in das Akka Framework bietet Akka-Entwickler Viktor Klang in unten stehenden Video.

Geschrieben von
Hartmut Schlosser
Hartmut Schlosser
Hartmut Schlosser ist Redakteur und Online-Koordinator bei Software & Support Media. Seine Spezialgebiete liegen bei Java-Enterprise-Technologien, JavaFX, Eclipse und DevOps. Vor seiner Tätigkeit bei S & S Media studierte er Musik, Informatik, französische Philologie und Ethnologie.
Kommentare
  1. rkuhn2013-08-30 10:44:08

    Danke für den Übersichtsartikel! Ich würde noch den kürzlich angekündigten Coursera-Kurs erwähnen wollen: https://www.coursera.org/course/reactive.
    (Eine winzige Korrektur: ich habe letzten November die Akka-Projektleitung übernommen.)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.