Umfrage gestartet: Wie soll Java EE 8 aussehen?

Hartmut Schlosser

Wie geht es weiter mit dem Java EE Standard? Die aktuelle Version 7, erschienen im Juni 2013, brachte zwar einige evolutionäre Neuerungen wie das Java-API for WebSocket, HTML5 Support in JSF und die Unterstützung für Batch-Applikationen. Der Plan allerdings, umfassende Spezifikationen für einen Cloud-Standard festzulegen, musste als überambitioniert zurückgelassen werden.

In der jetzigen frühen Planungsphase für die nächste Java-EE-Version (Java EE 8, Releasedatum 2015) wollen die Verantwortlichen denn auch zunächst einmal den Scope abstecken. Zwei Umfragen sollen Klarheit über die Anforderungen der Community bringen.

David Delabassee hat auf dem Aquarium-Blog nun den Startschuss für die erste Umfrage gegeben. Hier wird die Cloud-Frage allerdings erst einmal ausgeklammert, stattdessen geht es um Punkte wie:

  • Welche APIs sollen neu in Java EE 8 aufgenommen werden: JCACHE (JSR 107), Data Grid API (JSR 347), State Management API (JSR 350), Identity API (JSR 351), Java API for JSON Binding und/oder Java EE Configuration?
  • Sollte auch ein Java API für vom Server-gesendete Events spezifiziert werden?
  • Werden APIs zur Unterstützung von Server-seitigem JavaScript benötigt (z.B. für Projekt Avatar)?
  • Brauchen wir ein neues Standard Templating Framework?
  • Sollte eine Standardisierung im NoSQL-Bereich vorgenommen werden?
  • Welche Verbesserungen des CDI-Standards sind gewünscht?

Weitere Fragen zur Ausgestaltung von Java EE 8 sollen in einer zweiten Umfrage Anfang nächsten Jahres geklärt werden. Damit dürfte dann auch die Diskussion nochmals auf den Tisch kommen, ob das Cloud-Vorhaben dieses Mal mehr Sinn macht. Ist es immer noch zu früh, aus den verschiedenen Ansätzen beispielsweise zur Mehrmandantenfähigkeit einen gemeinsamen Nenner zu finden?

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Hartmut Schlosser
Hartmut Schlosser
Hartmut Schlosser ist Redakteur und Online-Koordinator bei Software & Support Media. Seine Spezialgebiete liegen bei Java-Enterprise-Technologien, JavaFX, Eclipse und DevOps. Vor seiner Tätigkeit bei S & S Media studierte er Musik, Informatik, französische Philologie und Ethnologie.
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