Das Business der Androiden

Über Geschäftschancen und Risiken im Android-Markt


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Die mobile Revolution ist in vollem Gange – immer mehr Aktionen sowohl der privaten als auch der beruflichen Organisation werden auf mobilen Endgeräten wie Smartphones und Tablets ausgeführt. Dementsprechend hoch ist die Motivation für innovative Start-ups wie etablierte Unternehmen, im zukunftsträchtigen Mobile-Markt Fuß zu fassen. Java-zentrierten Entwicklern und Unternehmen liegt Googles Android-Plattform nahe, der von Marktforschern hervorragende Wachstumsraten vorhergesagt werden. Welche Chancen tun sich hier für Unternehmen auf? In einer mehrteiligen Serie fragen wir verschiedene Vertreter aus dem Android-Ökosystem, welche Möglichkeiten und welche Herausforderungen für Unternehmen existieren, die sich im Mobile-Bereich etablieren möchten.

Welche Anreize bietet der Android Market für Software-Unternehmen, die sich im Mobile-Bereich etablieren möchten?


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Jörg Bredlau (Opitz Consulting Essen GmbH): Der Google Android Market ist eine der tragenden Säulen für den Erfolg der Android-Plattform. Im April 2011 wurden dort ca. 330.000 gehostete Apps gezählt. Pro Monat kommen derzeit ungefähr 30.000 weitere hinzu. Laut Google werden mittlerweile täglich rund 350.000 neue Android-Geräte aktiviert. Auf fast jedem dieser Devices, seit Android 3.0 auch auf Tablets, ist die Marketplace-App installiert, die den Zugriff auf den Market ermöglicht.

Angesichts dieses Wachstums bietet der Marketplace Unternehmen, die im mobilen Bereich unterwegs sind, ein riesiges Potential als Vertriebsplattform. Die Vorteile des Android Markets sind der einfache Zugang für Nutzer, sowie die geringen Restriktionen für App-Entwickler.

Im Android Market von Google gibt es nicht so einen langwierigen Approval-Prozess wie im Apple App Store, der unter Umständen die Auslieferung einer neuen App oder eines Update um mehrere Monate verzögern kann. Dadurch ist die Time-To-Market für neue Apps und Updates geringer. Entwickler können schneller auf Fehler reagieren und neue Features
ihrer Apps veröffentlichen.


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Andreas Heim (smashing ideas inc): Der Markt ist noch sehr jung. Wer jetzt eine gute Applikation oder ein Spiel auf iOS rausbringt, ist nur einer von vielen.

Auf Android hat man immer noch die Möglichkeit, sich von der Masse abzuheben und einer der besten oder sogar der einzige zu sein.


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Jan Schlink (metaio GmbH): Der Android-Market wird mit der zunehmenden Verbreitung von Android / Honeycomb an Bedeutung gewinnen. Und obwohl insgesamt nur etwa halb soviele Android-Apps wie iOS-Apps existieren, gibt es bei Android bereits mehr kostenlose Apps als in Apples App Store, so der neue Monatsbericht von Marktforscher Distimo. Da wir aber beispielsweise mit unserem mobile AR-Browser eher auf Reichweite als direkte Umsätze aus sind, ist für uns lediglich ausschlaggebend, dort vertreten zu sein. Die App ist schließlich auch kostenlos.


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Johannes Borchardt (ANDLABS GbR): Der Android Market ist der meist verbreitete Application Store für das am schnellsten wachsende Smartphone-Betriebssystem. Android ist die Plattform, auf die die meisten Hardwarehersteller setzen, abgesehen von Apple und Nokia. Allein die Marktmacht dieser vielen Hersteller zeigt, wie wichtig es ist, Android als Plattform und damit den Android Market zu bedienen.

Davon abgesehen sehe ich es als eine große Stärke des Markets an, dass schnell auf Fehler in der Software und auf Anregungen der Nutzer reagiert werden kann. Dies ist möglich, da Software-Updates schnell und ohne langwierige Prozesse veröffentlicht werden können.


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Arno Becker (visionera GmbH): Der Android Market ist aufgrund seiner unüberschaubaren Menge von Apps nur für Unternehmen geeignet, die in der Lage sind, gleich von Beginn an sehr professionelle Apps zu entwickeln. Der Return of Invest ist nur wenigen Unternehmen vergönnt. Im Bereich der Spiele bieten sich hier noch Möglichkeiten. Auch mit guten Ideen kann man punkten. Jedoch muss man immer bedenken, dass auch andere Unternehmen nicht mit Wasser kochen. Das finanzielle Risiko ist entsprechend hoch.


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Tim Messerschmidt (Messerschmidt IT): Im Bereitstellungsprozess bei Apples Appstore sind nicht alle Kriterien zur Prüfung einer Applikation bekannt, sodass eine vollkommen funktionsfähige Applikation mit Pech nicht online gestellt werden kann. Befindet sich ein Bug in der App oder möchte man ein weiteres Features hinzufügen, kann es dank erneuter Prüfung lange dauern, bis das gewünschte Update zum Download bereitgestellt wird.

Bei Android ist dies nicht der Fall – der Entwickler hat die Möglichkeit, schnell auf Feedback der Nutzer einzugehen und seine Applikationen dementsprechend zu gestalten.

Im nächsten Teil der Serie fragen wir: Wo sehen Sie bzgl. der Geschäftschancen im Android-Ökosystem Unterschiede zum Android-Markt?

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