Interview mit Typesafe CEO Donald Fischer

Typesafe Stack 2.0: "Wir sehen Java und Scala harmonisch miteinander koexistieren"

Frisch erschienen ist gestern der Typesafe Stack 2.0, die Technologie-Suite für Scala-Entwickler, die neben der Scala-Sprache selbst das Middleware-Framework Akka 2.0, die Scala IDE für Eclipse 2.0 und das Web Framework Play 2.0 enthält. Wir sprachen mit Typesafe CEO Donald Fischer über die Neuerungen im Stack und darüber, wie sich das Scala-Entwicklerhaus die Zukunft von Scala im Verhältnis zu Java vorstellt.

JAXenter: Seit gestern steht der Typesafe Stack in der Version 2.0 zur Verfügung. Was ist neu in dieser Version?

Donald Fischer: Die größten Neuerungen sind Play 2.0, das ganz neu im Stack vertreten ist, Akka 2.0, das ein ein Major Update erfahren hat, und die Typesafe-Konsole, eine neue kommerzielle Erweiterung des Stacks.

Kommen wir zunächst zu Play 2.0: Im November haben wir angekündigt, dass das Play Framework, ein hoch-produktives Web Framework für Scala und Java, Teil des Typesafe Stacks werden sollte. Nur ein paar Monate später können wir jetzt verkünden, dass Play 2.0 angekommen und fortan Teil des Open Source Typesafe Stack 2.0 sowie der kommerziellen Typesafe Subscription ist.

Das Play Framework 2.0 zielt weiterhin auf eine produktive Webentwicklung ab – das hat es schon immer von der Masse abgehoben. Version 2.0 hebt das Framework auf ein neues Level, mit einer stabilen und skalierbaren, auf Scala und Akka basierenden Grundlage, und einem reaktiven Modell, das auf einem ereignisgetriebenen, nicht-blockierenden IO-System aufbaut. All das mit nativem Support für Java- und Scala-Anwendungen.

Erst letzte Woche haben wir das Open Source Release von Akka 2.0 angekündigt, dem ereignisgetriebenen Middleware Framework zur Erstellung von zuverlässigen und verteilten High-Performance-Anwendungen in Java und Scala. Es ist jetzt verfügbar als Teil des Typesafe Stack und der kommerziellen Typesafe Subscription.
Akka 2.0 vereinfacht das Erstellen von verteilten Anwendungen, die mehrere Knotenpunkte in einer Cloud-Computing- oder virtualisierten Umgebung abdecken, durch neue Features wie Standort-Transparenz, konfigurations-basiertes Deployment, Verwaltungs- und Lebenszyklus-Überwachung sowie drastische Verbesserungen in Sachen Performance und Skalierbarkeit.

Verteilte, Ereignis-basierte Systeme zu verwalten, kann eine Herausforderung sein. Deshalb freuen wir uns, die Typesafe-Konsole vorstellen zu können – ein auf Unternehmen zugeschnittenes Dashboard, um auf dem Typesafe Stack Anwendungen zu überwachen. Die Typesafe-Konsole ist exklusiv erhältlich für Kunden der Typesafe Subscription.

Die Typesafe-Konsole gibt Einblicke in Nutzungs-Trends und Performance-Charakteristika der Ereignis-gesteuerten Aktoren-basierten Systeme Akkas. Damit können Entwickler die System Performance optimieren und Engpässe entdecken, bevor sie zu einem Problem werden.

JAXenter: Was unterscheidet den Typesafe Stack 2.0 von anderen Stacks?

Donald Fischer: Beim Typesafe Stack geht es darum, Anwendungen in Java und Scala zu bauen, die in Cloud-Computing-Systemen und virtualisierten Datencentern bis zu den höchsten Auslastungen skalierbar sind. Unser Fokus auf Skalierbarkeit durchdringt jede Schicht des Stacks, von der Sprache Scala bis hin zum Play Framework. Abgesehen von der Skalierbarkeit betont der Typesafe Stack die Entwickler-Produktivität in jeder einzelnen Schicht – und zwar mit weniger Zeilen Code, weniger Boilerplate-Code und einem besseren Tooling.

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