Top-10-Ziele 2012 für JavaFX

Hartmut Schlosser

JavaFX ist – nach schleppendem Start 2008 und nahendem Absturz zusammen mit Sun – im Jahr 2011 wieder in die Riege der ernst zu nehmenden Technologien aufgestiegen. Unter Oracle-Regie ließ JavaFX 2.0 die eigene Skriptsprache hinter sich und erschloss damit die Welt der Java-Entwickler, die vorab wenig geneigt waren, für die UI-Entwicklung eine eigene Sprache zu erlernen. Mittlerweile wird JavaFX 2.0.2 in Java-Update 7u2 offiziell als Java-Co-Bundle ausgeliefert, Builds für JavaFX 2.1 stehen zur Verfügung und im Rahmen des OpenJFX-Projektes – für das gerade ein neues Wiki eingerichtet wurde – hat der Übergang von JavaFX in ein Open-Source-Projekt begonnen.

Die Erwartungen der Community sind hoch gesteckt – und so wird es alle brennend interessieren, was OpenJFX-Leiter Richard Bair für das kommende Jahr 2012 so alles in petto hat. Auf seinem Blog veröffentlicht Bair seine Top-10-Liste der geplanten JavaFX-Ziele 2012, die folgende Punkte enthält:

  • Number 1: Open Source

    JavaFX soll noch 2012 komplett Open Source werden.

  • Number 2: Scene Builder

    Das Layout-Werkzeug Scene Builder soll auf Vordermann gebracht werden. Danach kommt das Data Binding an die Reihe und dann die Erweiterung der APIs, um auch andere visuelle Designertools einbinden zu können.

  • Number 3: Mac

    Der Mac Support soll erweitert werden.

  • Number 4: Linux

    Der Linux-Support soll gewährleistet werden.

  • Number 5: Embedded

    Oracle arbeitet derzeit an neuen Embedded-Plattformen, die JavaFX als UI-Technologie einsetzen werden. 2012 sollen Embedded-Prototypen Realität werden.

  • Number 6: Documentation

    Ausbau der Dokumentation – u.a. auf dem OpenJFX Wiki.

  • Number 7: Performance

    In Sachen JavaFX-Performanz sieht Bair noch mächtig Spielraum nach oben.

  • Number 8: Infrastructure Improvements

    Die Infrastruktur um das OpenJFX-Projekt soll aufgemöbelt werden. Beispielsweise wird das komplette Set an Atlassian Tools eingerichtet. Geplant ist, Code Reviews via Cruicible, Bug-Bearbeitung via JIRA, Agile Planning via Green Hopper und ein Wiki-System via Confluence zu betreiben. FindBugs soll ganz in das Build-System integriert und der Hudson-Server für das Testen und Bauen der OpenJFX Binaries externalisiert werden.

  • Number 9: More (Regular) Blog Posts

    Bloggen über JavaFX – das erhöht die Transparenz.

  • Number 10: Bug Fixes

    Der Dauerbrenner – bei JavaFX aber mit dem Fokus auf eine aktivere Beteiligung der Community. Bug Reports seien bisher jede Menge eingegangen, sagt Bair, Hilfe könne man nun aber auch beim Fixing und der Bereitstellungen von Patches gebrauchen. Generell soll sicher gestellt werden, dass die Zahl der Bugs bzw. Bug-Reports auch bei der wachsenden Verbreitung von JavaFX nach unten geht – und das Team sich vor lauter Freude am Hinzufügen neuer Features nicht technologische Altlasten aufhalst.

Freuen wir uns also auf ein spannendes JavaFX-Jahr 2012! Bair wünscht allen JavaFX-Freunden ein erfolgreiches 2012 – und JavaFX selbst eine hohe Anzahl an neuen Mitentwicklern!

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Hartmut Schlosser
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