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Logging

tinylog 1.2 loggt jetzt auch für Android

Melanie Feldmann

© Shutterstock / Stocker top

Nachdem der dritte Release Candidate mit fliegenden Fahnen als bugfrei erklärt wurde, folgte jetzt der offizielle Release von tinylog 1.2. Vor allem Android-Entwickler können sich freuen, da tinylog nun auch das native Android-Logging-System Logcat unterstützt.

Mit tinylog 1.2 bringt das schlanke Logging Tool einige neue Features mit. Die größte Neuerung ist die vollständige Unterstützung von Android inklusive eines Logcat Writers. Logcat ist das native Logging-System von Android. Der Logcat Writer schickt Log-Einträge an dieses direkt weiter.

Es gibt neue alternative JARs, um Log-Einträge an das Logging-System des Application Servers weiterzuleiten. Java EE Data Sources im JDBC Writer werden unterstützt. Für den JDBC Writer gibt es nun auch die Option Datenbankverbindungen nach Verbindungsabbrüchen automatisch wiederherzustellen.

Logging-Nachrichten lassen sich nun bedingt formatieren. Und auch benutzerdefinierte Formatierungen von Zahlen in Logging-Nachrichten ist möglich. Umgebungsvariablen lassen sich jetzt in Pfade wie ${home} auflösen. Das Laden von Konfigurationen ist nun von einem beliebigen Input Stream aus möglich. Konfigurationen lassen sich außerdem als URL definieren, um diese über das Netzwerk oder das Internet zu laden.

Sehe Sie auch im JAX TV: Logging und Metriken in verteilten Anwendungen

Das ist tinylog

tnylog ist ein Open Source Logging Tool, das auf Einfachheit und Schnelligkeit ausgelegt ist. Vorkompilierte Patern ermöglichen schnelles Logging. So behaupten die Entwickler, dass tinylog bis zu sechsmal schneller sei als das bekannte Logging Tool log4j.

Voraussetzung für tinylog ist mindestens Java 5 oder Android (API Level 1). Alle JARs sind OSGi-kompatibel. Der Logger ist statisch. Es ist also nicht notwendig die Instanz des Loggers vor dem Loggen zu starten. Alle Log-Einträge des Levels Info und höher werden standardmäßig in die Konsole geschrieben. tinylog lässt sich über System-Properties, Properties-Dateien und direkt in Java über eine Fluent-API konfigurieren. Außerdem ist tinylog threadsicher und lässt sich so in Programmen mit mehreren Threads ohne Locks einsetzen. Alle Log-Einträge werden immer als Ganzes geschrieben. tinylog kann auch die Performance von Mehr-Kern-Systemen nutzen.

Zum Download geht es hier lang, die komplette Doku gibt es hier. Auch auf GitHub ist das Projekt natürlich verfügbar.

Geschrieben von
Melanie Feldmann
Melanie Feldmann
Melanie Feldmann ist seit 2015 Redakteurin beim Java Magazin und JAXenter. Sie hat Technikjournalismus an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg studiert. Ihre Themenschwerpunkte sind IoT und Industrie 4.0.
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