Automatisierte Tests im mobilen Umfeld – der Umstieg aus der Desktopwelt

Tiip, Tap, Test

Alexandra Schladebeck und Markus Tiede

Vergleicht man die Mobilität unserer heutigen Welt mit der Situation von vor zehn Jahren, sind wir jetzt bereits relativ mobil. Aber der Trend zur „Mobilisierung“ wird weiter anhalten. Im privaten Bereich ist der mobile Zugang zu Daten und Diensten schon eine Selbstverständlichkeit. Im Arbeitsumfeld ist dieser Umstand noch nicht überall gegeben – aber gerade dort kann der direkte Zugang zu aktuellen Daten und Diensten positive Auswirkungen auf die Effizienz eines Unternehmens haben. Auch größere Firmen interessieren sich daher immer mehr für mobile Versionen ihrer Enterprise-Anwendungen. Dabei handelt es sich um einen Umstieg aus der bekannten Desktopumgebung in die mobile Welt. Für den Kunden sowie für den Dienstleister ist also ein gewisses Umdenken erforderlich – insbesondere beim Thema Testen. Welche Konzepte der Desktopapplikationen bleiben bestehen und werden durch neue ersetzt? Welche Besonderheiten muss man beachten, wenn man mobile Anwendungen automatisiert testet? Und welche Techniken und Technologien stehen zur Verfügung, um in diesem Bereich erfolgreich Qualitätssicherung zu betreiben?

Neues Paradigma, gleiche Fragen: Schon bevor sich die ersten BREDEX-Kunden nach mobilen Versionen ihrer Businessanwendungen erkundigten, hatte sich das GUIdancer/Jubula-Team Gedanken über das (automatisierte) Testen für mobile Geschäftsanwendungen gemacht. Wie bei anderen Entwicklungs- und Testdienstleistern bedeuten die vielen Jahre Erfahrung mit Desktopanwendungen feste Erwartungen, bekannte Prozesse und schon gemeisterte Herausforderungen. Gerade im Testprozess sind Themen wie frühes Testen, Continuous Integration und Testautomatisierung nicht mehr hinwegzudenken – jedes Team, das schon von einer durchgängigen Qualitätssicherung profitiert hat, möchte das hochwertige Feedback in anderen Projekten nicht mehr missen. Denn obwohl die durchschnittliche App deutlich kleiner als die meisten Enterprise-Anwendungen ist, bedeutet das keineswegs, dass das Testen weniger wichtig oder aufwändig ist. Ganz im Gegenteil – zu den alten und bekannten Herausforderungen gesellen sich ganz neue, mobilspezifische Anforderungen.

Ziel dieses Artikels ist es, die fachlichen sowie technischen Umstellungen aus der Perspektive der Testautomatisierung vorzustellen. In den letzten Monaten hat sich das GUIdancer/Jubula-Team intensiv mit der Testautomatisierung im mobilen Umfeld auseinander gesetzt. Im März erscheint die Unterstützung für iOS-Anwendungen, Android ist jetzt schon in der Proof-of-Concept-Phase. Die daraus gewonnenen Eindrücke werden zunächst aus der fachlichen, anschließend aus der technischen Perspektive vorgestellt.

Geschrieben von
Alexandra Schladebeck und Markus Tiede
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