The Rise and Fall of Technologies

Claudia Fröhling

Haben Sie sich schon einmal gefragt, welche Art von Technologie Sie in zehn, fünfzehn Jahren zur Verfügung haben werden? Nutzen Sie selbst heute noch einen PC? Oder steht diesem technologischen Produkt schon der Untergang bevor, in Zeit von Tablets und Smartphones?
Das ist eine der Fragen, die auch Horace Dediu (Asymco) heute in seiner Keynote auf der MobileTech Con 2014 gestellt hat. Dediu ist Analyst, vom Fortune Magazine als „King of Apple Analysts“ bezeichnet, seit vielen Jahren Industry Analyst, unter anderem bei Nokia, und regelmäßiger Blogger auf Asymco.com und Gast bei Bloomberg TV.
Dediu analysiert Zahlen und die ermöglichen ihm einige Rückschlüsse auf die Muster der Technology Adoption in den USA, von 1900 bis heute. Die Zukunft kann er damit freilich nicht vorhersagen, aber das Bild, das er zeichnet, sieht düster aus. Aber dazu gleich mehr.
1900, werden Sie sich fragen? Wie ist das für unsere heutige hoch technologisierte Welt von Bedeutung?
Immerhin lassen sich hier Technologien von ihren Anfängen bis zu ihrer absoluten Durchdringung und schließlich in manchen Fällen auch ihrem Niedergang beobachten und analysieren. Da gibt es Felder, die bis heute eine Rolle spielen, wie das Auto, das Telefon, Elektrizität, aber auch mittlerweile irrelevante Technologien wie den Videorecorder. Sein Niedergang begann um 2003. Was diesen alten Technologien gemeinsam ist, ist die relativ langsame Adoption. Spätere Technologien wie Handys, das Internet oder Smartphones, haben eine wesentlich steilere „Adoption Curve“ vorzuweisen.
Dediu vergleicht diese Entwicklung mit der Lebenserwartung der Menschen. Was bei uns Kindheit, Teenage und Erwachsenenalter ist, ist in der Welt der Technologien die Phase der Innovation, der Early Adopters und der Reife. Und schließlich: Decay.
Was auffällt: Diese Zyklen werden heutzutage immer kürzer. Und es zeigt sich ein wiederkehrendes Muster, welche Auswirkung die Annahme eines Produkts auf die Anzahl der Produzenten und die tatsächliche Menge der Produkte hat. Je höher die Adoption Rate ist, desto weniger Vielfalt gibt es bei den Produzenten.
Und hier kommen wir zum düsteren Ausblick. Denn Dediu vergleicht die Situation der Generation seines Vaters mit der seiner Kinder. Wer zu Zeiten seiner Eltern beispielsweise eine Karriere in der Automobilbranche angefangen hatte, konnte davon ausgehen, dass er diesen Job sein Leben lang ausführen kann. Doch mittlerweile sind die Zeitfenster geschrumpft. Die heutige Generation, so Dediu, kann sich nicht mehr darauf verlassen, dass die Technologie, die man als Kind gekannt hat, zum Zeitpunkt des Uniabschlusses oder zum Ende der Ausbildung nicht schon obsolet ist. Wie bildet man sich dann weiter? Es ist ein Dilemma, vor dem die kommende Generation stehen wird, eine Art Lotterie, eine instabile Welt. Und was bedeutet es für unsere Generation und für die IT-Welt? Wir müssen am Puls der Zeit bleiben und dürfen nicht zu lange auf der Stelle treten, so Dediu. Haben Sie schon einmal versucht, Ihren Eltern das Phänomen Social Media zu erklären? Exakt.

Geschrieben von
Claudia Fröhling
Claudia Fröhling
Claudia Fröhling hat in verschiedenen Redaktionen als TV- und Onlineredakteurin gearbeitet, bevor sie 2008 zur Software & Support Media GmbH kam und sich bis 2014 um alle Projekte des Verlages im Ressort Java kümmerte. Claudia hat einen Abschluss in Politikwissenschaften und Multimedia Producing. Ihr Google+ Profil findest du hier.
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