Tech-Konzerne reagieren auf Heartbleed-Desaster: Core Infrastructure Initiative gegründet

Redaktion JAXenter
Bild: Linux Foundation

Seit Wochen hält die OpenSSL-Schwachstelle Heartbleed die Tech-Welt auf Trab. „‚Catastrophic‘ is the right word. On the scale of 1 to 10, this is an 11“, so die ernüchternde Diagnose des Krypto-Experten Bruce Schneier. 

Wie konnte es dazu kommen, dass eine derart verbreitete und essenzielle Technologie offenbar nicht ausreichend gepflegt wurde, waren doch gerade einmal elf Committer an ihr beteiligt? Viele Kommentatoren waren sich einig darin, dass nicht das Open-Source-Modell per se, sondern die im Open-Source-Umfeld verbreitete Gratiskultur eine der Hauptursachen ist. Auch wir von JAXenter hatten für ein Umdenken seitens der Unternehmen plädiert, die auf OpenSSL angewiesen sind.

Und siehe da, die Industrie reagiert: Heute wurde mit der Core Infrastructure Initiative ein neues Bündnis unter dem Dach der Linux Foundation angekündigt, das sich um die Finanzierung wichtiger Open-Source-Projekte kümmern möchte. Den Anstoß zu dieser Allianz gab, wenig überraschend, die Heartbleed-Katastrophe.

Verwaltet wird die neue Taskforce von der Linux Foundation. Finanzierungsbedürftige Projekte soll ein Führungskomitee identifizieren, das aus Open-Source-Entwicklern, Projektförderern und weiteren Stakeholdern aus der Industrie besteht. Unterstützt wird es von Entwicklern, die sich im Open-Source-Umfeld verdient gemacht haben. Zu den Gründungsmitgliedern der Initiative gehören Google, Cisco, Intel, Dell, Microsoft, Facebook, IBM, VMware und Qualcomm.

Beitritts- und Spendenformulare sind gleich unter dem Mission Statement auf der Webpräsenz zu finden. 

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