Swing Ade: Die Zukunft heißt JavaFX

Hartmut Schlosser

JavaFX erhält prominente Unterstützung: Zukünftig werden die beiden Java Champions Stephen Chin und Jim Weaver als JavaFX-Evangelisten unterwegs sein. Beide verbreiten fortan in Oracles Diensten das JavaFX-Wort, und wie Stephen Chin in seinem Blog beschreibt, nicht ohne anfängliche Skepsis.

Doch im Laufe der letzten zwei Jahre sei Chin zu der Überzeugung gelangt, Oracle erfülle zunehmend sein Committment, die Java-Plattform voran zu bringen. Chin listet die folgenden Meilensteine auf:

  • Innerhalb nur eines Jahres hat Oracle Java 7 veröffentlicht
  • Hudson und OpenOffice wurden befreit
  • Oracle hat JavaFX 2 gerettet
  • Endlich ist JavaFX als Teil der Java-Plattform angekommen – um dort zu bleiben
  • JavaFX hat auch das Potenzial, eine treibende Kraft für die plattformübergreifende Entwicklung mobiler Anwendungen zu werden.

Nicht unspannend ist, was Chin zum letzten Punkt zu sagen hat: JavaFX 2 on mobile könnte die Lösung für ein aktuelles Dilemma darstellen: Im Bereich der Mobile-Entwicklung stehe man derzeit vor der Wahl, auf limitierte, Usability-unfreundliche Cross-Platform-Frameworks zurückzugreifen, oder die hohen Kosten einer mehrfachen nativen App-Entwicklung für die verschiedenen Plattformen auf sich zu nehmen. JavaFX könnte hier in die Fußstapfen von Adobes Flash-Technologie treten:

I had high hopes that Flash would fulfill the gap between these two approaches, but Adobe fumbled he ball. Fortunately, JavaFX has shown great promise in this area with some impressive technology demos at JavaOne, and has the opportunity for a touchdown with a business-focused release of JavaFX 2 on mobile.

Am interessantesten an Chins Blogpost ist aber die Bemerkung, JavaFX habe endlich die Performance, den Java-Sprach-Support und die Business-Kapazitäten erreicht, um ein würdiger Nachfolger für Swing zu sein. Im Original-Wortlaut liest sich das so:

With the 2.0 release, JavaFX finally has the performance, Java language support, and business focused controls to be a worthy successor to Swing. This is good news to those companies who have a heavy investment in Swing, because they have a path forward to continue developing mission critical business applications on the highly robust JVM platform.

Chin verweist noch auf die Komponente JFXPane, die es erlaubt, JavaFX-Anwendungen in Swing einzubetten.

Also, with the new JFXPane component that allows embedding of JavaFX applications in Swing, it is easy to begin incorporating JavaFX elements in existing web applications.

Muss man noch deutlicher werden? Oracle plant offenbar langfristig nicht mehr mit Swing. Stellen Sie sich also ein auf die Zukunft, und die heißt JavaFX!

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Hartmut Schlosser
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