Ka-Ching! E-Commerce im Internet der Dinge

Studie zum Commerce of Things: 33% der Mobile-Entwickler verdienen mehr als 10.000 Dollar im Monat

Kypriani Sinaris

©Shutterstock/Sashkin

Auch wenn E-Commerce einer der größten Umsatzfaktoren für Mobile und IoT-Entwickler ist, nutzen nur 9% der Mobile Developer diesen Umsatzkanal, so eine aktuelle Studie. Gerade für den Bereich des Internet der Dinge ist der digitale Umsatz aber einer der wichtigsten Faktoren.

Wie die Studie von VisionMobile herausgefunden hat, nutzen nur 9% der Mobile-Entwickler E-Commerce-Lösungen, obwohl damit ein deutlich höherer Umsatz generiert werden kann. So verdienten 33% der Mobile-Entwickler mehr als 10.000 US-Dollar im Monat durch den Einsatz von verschiedenen E-Commerce-Strategien. Diese Umsatzsteigerung ist unabhängig von der Art des verkauften Produkts, also ob es sich um ein digitales oder physisches Produkt handelt, wie die folgende Grafik zeigt:

Commerce of Things1

Das Internet der Dinge ist für viele Entwickler noch Neuland: 57 Prozent der befragten Entwickler bezeichnen sich als Hobbyisten und 59 Prozent der IoT-Entwickler verdienen mit ihren IoT-Projekten unter 500 US-Dollar pro Monat. Da aber praktisch jedes dieser Dinge auch eine Verkaufsplattform darstellen könnte, prognostiziert die Studie gerade diesem Bereich eine wachsende Bedeutung. So haben 53% der 5,5 Millionen Mobile-Entwickler schon 2014 in IoT-Projekten mitgewirkt, 2015 waren es 59%.

Welche E-Commerce-Strategien unter IoT Developer beliebt sind, zeigt folgende Grafik. So scheint der Gewinn beim Verkauf von digitalen Produkten über  E-Commerce lukrativer und beliebter zu sein als der Handel mit physischen Produkten durch e-Commerce Sales.

Commerce of Things2

Was die Plattform betrifft, so ist iOS die lukrativste E-Commerce-Quelle, so die Studie. 50% der E-Commerce-Angebote, die über Apples Betriebssystem laufen, werfen mehr als 10.000 Dollar im Monat ab.

Shopping of Things

Was das Verständnis des Internet of Things betrifft, so bringt folgendes Zitat aus einem Blogpost die Kerngedanken wohl gut auf den Punkt:

Internet of Things is not about how to add a service to my product, but about making my product work with every other service. It’s about how all those sensors, devices, things and services can be integrated into the user’s digital lifestyle. IoT is breaking free from Internet and Things.

Auch wenn das Internet der Dinge nicht so recht von seinem Bastler-Image loskommt, so ist es lange nicht mehr nur etwas für kleinere Community-Projekte. Auch Unternehmen präsentieren zunehmend Projekte, die den Sprung in unseren Alltag schaffen können.

So arbeitet beispielsweise Gilette an einer schlauen Rasiererbox: In der Box ist ein Button integriert, über den man Klingen auf Knopfdruck nachbestellen kann. Auch Amazon präsentiert mit Amazon Dash eine Shopping-Lösung – die zwischen Spott und Bewunderungen viele Reaktionen geerntet hat. Mit dem Stick kann man alle Produkte, die auf Amazon verfügbar sind, scannen oder ansagen und der Stick speichert diese in einem virtuellen Einkaufskorb. Wer sich jetzt nicht genau vorstellen kann, wie so etwas aussieht, dem sei folgendes Video empfohlen:

Das sind zwar beides keine IoT-Lösungen im engeren Sinne, schließlich kommuniziert hier ja immer noch zu einem großen Teil der Mensch und nicht die Maschine, trotzdem könnten so oder so ähnlich E-Commerce-Alternativen in unseren Haushalt einziehen, die den täglichen Einkaufsprozess vom Gang durch den Supermarkt auf eine virtuelle Ebene ohne Onlineshop-Oberfläche befördern.

Aufmacherbild: Online shopping concept von Shutterstock / Urheberrecht: Sashkin

Geschrieben von
Kypriani Sinaris
Kypriani Sinaris
Kypriani Sinaris studierte Kognitive Linguistik an der Goethe Universität Frankfurt am Main. Seit 2015 ist sie Redakteurin bei JAXenter und dem Java Magazin.
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