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State of Testing Report 2018: Die Highlights auf einen Blick

Agile, Web-Technologien und Kommunikation: Von Beruf Profi-Tester

Katharina Degenmann

© Shutterstock / metamorworks

Zum fünften Mal veröffentlichte PractiTest ihren State of Testing Report. Dazu wurden über 1500 Personen befragt, die beruflich als Tester arbeiten. Die Antworten der Teilnehmer aus über 80 Ländern, geben einen Einblick in Sachen Skills, Gehalt und mögliche Technologie-Trends.

Der Testberuf entwickelt sich laut PractiTest ständig weiter und mit ihm die Aufgabenbereiche von Testern. Die Rolle des Testers werde zunehmend wichtiger, so die Autoren der Studie. Aus diesem Grund befragte das Unternehmen für den State of Testing zum fünften Mal weltweit über 1500 berufliche Tester und zeigt die zahlreichen Facetten dieses Berufstandes.

Die Test-Profis

Insgesamt nahmen über 1500 Tester an der Umfrage teil. Der größte Anteil der Befragten stammt aus Europa und Russland (37 Prozent). Es folgen Indien mit 22 Prozent und die Test-Profis aus den USA/Canada mit 19,5 Prozent.

Quelle: © 2018 – PractiTest & Tea-Time with Testers. All rights reserved.

Unter den Teilnehmern arbeiten die meisten als Test-Ingenieure / QA Ingenieure (32 Prozent).  Aber auch Softwareingenieure (3 Prozent)und DevOps Ingenieure 0,5 Prozent) nahmen an der Studie teil. In diesem Jahr haben 28,5 Prozent der Befragten bereits über 10 Jahre Berufserfahrung. Im Vergleich: 2017 haben 27 Prozent seit über 10 Jahre als Profi-Tester gearbeitet.

Erfahrung und Gehalt

Dass die Berufserfahrung eine wichtige Rolle spielt, zeigt auch die Gehaltstabelle. Es gilt: Je mehr Berufserfahrung man vorzuweisen hat, desto mehr verdient man im Schnitt.

Quelle: © 2018 – PractiTest & Tea-Time with Testers. All rights reserved.

Am besten verdienen Profi-Tester in den USA/Kanada. Mit nicht einmal einem Jahr Berufserfahrung erhalten sie durchschnittlich ca. 34 000 Euro (40 000 US-Dollar, Kurs: 1 Euro= 1,16 US-Dollar). Aber auch Profi-Tester aus West Europa erhalten ca. 32 000 Euro bei unter einem Jahr Test-Erfahrung. Allerdings verdienen westeuropäische Tester bei über 10 Jahren Erfahrung lediglich in etwa 69 000 Euro Euro, während Profi-Tester aus den USA/Kanada bei gleicher Erfahrung 92 000 Euro bekommen.

Erstmalig ist in diesem Jahr die Frage nach Arbeitszeit gestellt worden, nämlich wie viel Zeit die Tester tatsächlich mit dem Testen verbringen. Über dreiviertel der Teilnehmer gab an, mindestens die Hälfte ihrer Arbeitszeit (54 Prozent) ins Testen zu investieren. Lediglich ein knappes Viertel (unter 25 Prozent) verbringt 12 Prozent ihrer Arbeitszeit mit Testen.

Tools und Technologie Trends

Interessantes zeigt auch der Blick auf die Testing-Tools. Laut dem Survey arbeiten 75 Prozent der Befragten beim Testen mit Bug Trackern, gefolgt von Programmen wie MS Excel und Word (59 Prozent) und 50 Prozent mit agilen Workflow-Tools.

In Sachen getesteten Technologien herrscht Konsens bei den internationalen Profi-Testern. Knapp 80 Prozent der Befragten testen Web-Technologien, gefolgt von Mobile und Desktop.

Quelle: © 2018 – PractiTest & Tea-Time with Testers. All rights reserved.

Außerdem lässt sich anhand des Surveys im Bereich Entwicklungsmodelle ein Trend erkennen. DevOps scheint auf dem Vormarsch zu sein und konnte in den vergangenen Jahren stetig weiter wachsen. 2016 gaben 23 Prozent an mit DevOps Modellen zu arbeiten, 2017 waren es bereits 26 Prozent und aktuell sind es ganze 28 Prozent. Auch wenn DevOps weiter wächst, führen agile Methoden die Spitze der Tabelle an. Aktuell arbeiten 89 Prozent agil oder mit ähnlichen Methoden (2017: 87 Prozent und 2016: 82 Prozent).

Ein Blick in die Zukunft

Wer am Berufsbild des Testers gefallen findet und eine Karriere als Profi-Tester anstrebt, sollte laut den Survey-Teilnehmern unter anderem folgende Fähigkeiten mitbringen:

  • kommunikative Fähigkeiten (sagen 75 Prozent)
  • Funktionale Automation & Scripting (65 Prozent)
  • Allgemeine Test-Methoden (62 Prozent)
  • Web-Technologien (60 Prozent)
  • API-Testing (55 Prozent)

Die berufliche Vergangenheit muss nicht unbedingt etwas mit dem Beruf des Profi-Testers gemein haben, da 21 Prozent angaben „Got into testing by accident“. 2017 gaben allerdings noch 32 Prozent an, versehentlich zum Testing gekommen zu sein. 22 Prozent gaben an, bereits zuvor im IT-Bereich gearbeitet zu haben und in den Bereich firmenintern gewechselt zu haben. Weitere 22 Prozent wollten schon immer Profi-Tester werden und haben dafür Testing studiert.

Wer noch mehr Informationen möchte, findet den kompletten Survey hier.

Geschrieben von
Katharina Degenmann
Katharina Degenmann
Katharina Degenmann hat Politikwissenschaft und Philosophie studiert. Seit Februar 2018 arbeitet sie in der Redaktion der Software & Support Media GmbH und ist nebenbei als freie Journalistin tätig.
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