State of Jenkins: Community-Feedback zum populären CI-Server

Hartmut Schlosser

Der CI Server Jenkins ermöglicht die kontinuierliche Integration von Software-Projekten. Dabei wird das gesamte Projekt nach dem Einchecken von Änderungen in eine Quellcodeverwaltung sofort neu aufgebaut, etwaige Tests werden automatisiert ausgeführt.
Jenkins-Chefentwickler Kohsuke Kawaguchi hat nun die Ergebnisse einer Community-Umfrage veröffentlicht, die zeigt, dass die Jenkins-Installationen im zurückliegenden Jahr um 66% zugenommen haben. Ende 2012 zählte das Jenkins-Team 53.393 Installationen. Die Zahl der verfügbaren Plug-ins hat sich von 469 auf stolze 636 erhöht.

721 Personen haben sich an der Umfrage beteiligt, davon gaben 83% an, Jenkins als wesentliches Mittel für den Erfolg ihres Projektes anzusehen. Jenkins lässt sich in unterschiedlichen Sprachsettings und mit beliebigen Servern einsetzen (mitgeliefert wird aber auch der minimale Servlet-Container Winstone). Die Umfrage zeigt indes die Beliebtheit von Jenkins im Java-Umfeld: 74% der Befragten nutzten Java im Zusammensiel mit Jenkins, 38% C/C++, 35% JavaScript, 29% Python und 25% C#.

Continuous Integration macht natürlich vor allem in großen Projekten Sinn, so ist es nicht weiter verwunderlich, dass Jenkins in 77% der Fälle in Unternehmen mit mehr als 10 Entwicklern zum Einsatz kommt. Einen leichten Anstieg will man im Enterprise-Umfeld ausgemacht haben: Hatten 2011 noch 12% angegeben, in Unternehmen mit mehr als 500 Entwicklern tätig zu sein, so stieg diese Zahl 2012 auf 18% an.

Die Verteilung der genutzen Versionskontrollsysteme ist interessant: 61% Subversion, 50% Git, 10% Mercurial, 9% CVS, 8% Perforce. Beeindruckend ist dabei die Hohe Zahl der Git-User, die schon beinahe an die von Platzhirsch Subversion heranreicht. Bahnt sich hier eine Wachablösung an?

Die Ergebnisse der Jenkins-Umfrage können auf der Cloudbees-Seite heruntergeladen werden. Die wichtigsten Fakten haben die Jenkins-Entwickler in einer netten Info-Grafik zusammengefasst.

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Hartmut Schlosser
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