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So steht es um Microservices

The State of Microservices Maturity: Container werden zunehmend beliebter für Microservices

Katharina Degenmann

© Shutterstock / Artur Szczybylo

Im Juli 2018 führte O’Reilly Media im Zuge ihrer Software Architecture Conference eine Umfrage zu Microservices durch. Die Ergebnisse zeigen den aktuellen Status Quo in Bezug auf Microservices in Unternehmen – also in wie weit Unternehmen die Technologie nutzen, einschließlich ihren Praktiken und den Herausforderungen, mit denen sie sich konfrontiert sehen.

Wie die Macher der Studie betonen, hat sich die allgemeine Meinung zu Microservices gewandelt. Während Unternehmen der Technologie früher eher kritisch gegenüberstanden, sehen sie nun einige Vorteile darin. Um herauszufinden, wie erfolgreich Unternehmen Microservices einsetzen, welche Herausforderungen und welche allgemeinen Best Practices bestehen, hat O`Reilly insgesamt 866 Antworten ausgewertet.

Microservices liegen im Trend

Wie das erste Ergebnis zeigt, liegt Microservices bei Unternehmen im Trend. Über 50 Prozent der Befragten gaben an, Microservices bei Neuentwicklungen zu nutzen.

Quelle: oreilly.com

Obwohl Microservices überdurchschnittlich oft von Unternehmen genutzt werden, haben diese immer noch Schwierigkeiten, geeignete Designgrenzen zu finden. Auf die Frage, wie erfolgreich das Unternehmen bei der Etablierung angemessener entkoppelter Kontextgrenzen war, bezeichneten knapp 50 Prozent der Teilnehmer dieses Vorhaben als „work in progress“. Etwa ein Drittel der Befragten beschreiben diesen Prozess als mittelmäßig. Jeder zehnte Teilnehmer beschreibt es als erfolgreich und weniger als 10 Prozent empfinden es hingegen als Desaster.

Gleichwohl gibt ein großer Teil der Befragten, über 40 Prozent, an, dass die Umsetzung von Microservices insgesamt ein Erfolg im Unternehmen war. Mehr als 15% bezeichnen Microservices sogar als „massiven Erfolg“ für ihr Unternehmen.

Container und Kubernetes

Ebenfalls Interessantes zeigen die Ergebnisse zum Thema automatisierte Bereitstellung von Maschinenressourcen. Obwohl bei Microservices-Projekten die automatisierte Bereitstellung von Maschinenressourcen üblich sei, unterschreiten mehr als 50 Prozent der Unternehmen die 50%-Marke für die Automatisierung.

Quelle: oreilly.com

Ein weiteres überraschendes Ergebnis bezieht sich auf den Einsatz von Containern. Container werden immer beliebter für Microservices, insgesamt 69% der Befragten verwenden Container für die Bereitstellung von Microservices.

Im Gegensatz dazu erfreut sich Kubernetes in Bezug auf Microservices noch nicht so großer Beliebtheit. Obwohl Kubernetes in der Presse und bei Konferenzen sehr beliebt sei, nutzen nicht einmal 40 Prozent der Befragten Kubernetes für die Orchestrierung von Microservices. Dafür gibt es unterschiedlichste Gründe: Während manche noch nicht genug Container nutzen, um eine Orchestrierung zu benötigen, werden zum Teil auch andere Lösungen genutzt oder die Container von Hand orchestriert.

Weitere Ergebnisse

Laut O’Reilly reduzieren Mechanismen, wie Deployment Pipelines für Tests, Risiken erheblich, insbesondere, wenn Teams Continuous Deployment betreiben. Ähnlich sehen es wohl auch die Teilnehmer, da knapp 70 Prozent der Unternehmen Deployment Pipelines für automatisierte Tests verwenden. Fast 60 Prozent betreiben Continuous Deployment.

Alle Ergebnisse im Detail und weitere Informationen zur Studie gibt es im Bericht von Neal Ford.

Geschrieben von
Katharina Degenmann
Katharina Degenmann
Katharina Degenmann hat Politikwissenschaft und Philosophie studiert. Seit Februar 2018 arbeitet sie in der Redaktion der Software & Support Media GmbH und ist nebenbei als freie Journalistin tätig.
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