Start-ups im Kampf um Onlinereichweite und Kundenbindung

Fazit der Studienergebnisse zum Thema Marketing: Der Wettbewerb im Netz ist intensiv. Um eine attraktive reichweiten- und mitgliederstarke Werbeplattform zu werden, bedarf es hoher Vorabinvestitionen und einer guten Planung beim Einsatz der knappen Mittel in einem Start-up.

Erfolgsfaktoren beim Aufbau einer Community

Der zweite Schwerpunkt der Studie lag auf der Analyse der Erfolgsfaktoren beim Aufbau von Communities. Eine erste quantitativ orientierte Analyse sollte Einblicke in das typische Nutzungsverhalten von Community-User geben. Hierzu diente vorrangig die Nutzerbefragung von Studenten, die aktive Nutzer von Online-Communities waren. Aktiv hieß in diesem Fall, dass die befragten User mehrmals pro Woche eine solche Online-Community besuchen mussten. Der typische Vertreter dieser Usergruppe war als aktiver Nutzer von Online-Communities im Schnitt bei zwei bis drei Communities mindestens einmal in der Woche zu Besuch. Ein nur auf den ersten Blick erstaunliches Ergebnis. Eine Community allein scheint also die Kommunikationsbedürfnisse der aktiven Nutzer nicht abdecken zu können. Für unterschiedliche Interessen gibt es unterschiedliche Communities. In der Offlinewelt ist dies ja nicht anders.

Eine gut funktionierende Online-Community zeichnet sich dadurch aus, dass mindestens ein Viertel der Mitglieder täglich dort aktiv ist. Unter anderem entsteht auch dadurch ein Gemeinschaftsgefühl, wenn der User weiß, er trifft dort jemanden an. Auch hier sind die Parallelen zur Offlinewelt überdeutlich erkennbar. Eine weiteres Ergebnis der Studie hat anfänglich für Erstaunen gesorgt: 70 Prozent der Nutzer tauschen sich in einer Community vorrangig mit Freunden aus, die sie bereits aus dem realen Leben kennen. Die vielzitierten 100.000 Freunde auf MySpace und Co sind also die Ausnahme. User suchen eine Online-Community auch auf, um eben einfach und effizient mit ihren Offlinefreunden kommunizieren zu können. Dieses Grundbedürfnis decken Online-Communities manches Mal besser ab, als es Instant Messaging, E-Mail, Telefon oder SMS alleine können.

Aber: 60 Prozent der User haben kein Interesse an Offline-Events einer Community. Denn um die Freunde real treffen zu können, bedarf es keines Community-Rahmens. Das, was typischerweise Vereine bieten, nämlich das reale Zusammentreffen von Personen mit gleichartigen Interessen zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem bestimmten Ort, kann nicht (oder noch nicht?) von Online-Communities ersetzt werden. Und soll es aus Sicht der User auch gar nicht.

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