Interview | Björn Heinemann

„Stabilität, Performance und Agilität“

Lars Vogel

Interview mit Björn Heinemann über Robotron und Eclipse 4

Eclipse Magazin

Das Interview“Stabilität, Performance und Agilität“ mit Björn Heinemann ist erstmalig erschienen im Eclipse Magazin 3.2012.

Lars Vogel: Herr Heinemann, bitte beschreiben Sie Ihr Unternehmen!

Björn Heinemann: Robotron ist ein anerkanntes, inhabergeführtes Softwareunternehmen für die Entwicklung datenbankgestützter Informationssysteme. Von der ersten Idee bis zur Verfahrensbetreuung wird der gesamte Softwarelebenszyklus durch unser Leistungsangebot abgedeckt. Ausgerichtet auf modernste Technologien bieten wir unseren Kunden und Partnern Beratungsleistungen, die Erstellung von Fachkonzepten, die Realisierung individueller Softwarelösungen sowie die Einführungsunterstützung und Einrichtung eigener Produkte und Oracle-Datenbanklösungen an. Als Partner der Oracle Corporation entwickeln wir vorrangig Oracle-basierte kundenspezifische Anwendungslösungen. Unsere Kernkompentenz, die effektive Bewältigung großer Datenmengen, verwirklichen wir unter anderem mit Applikationen in den Bereichen Energiedatenmanagement, Museumsdatenmanagement, GIS, das heißt Geodateninformationssysteme, Fördermittelverwaltung, Laborinformationssysteme und Data Warehouse.

Vogel: In welchem Bereich werden Sie das Eclipse 4 Framework einsetzen?

Heinemann: Hauptsächlich im Bereich Energiedatenmanagement (EDM), das heißt in unserer Produktentwicklung robotron*ecount/robotron*esales. Geplant ist eine schrittweise Ablösung der derzeitigen Applikationstechnologie WebForms, die herstellerseitig durch Oracle bis 2018 unterstützt wird. Die Herausforderungen sehen wir in der Stabilität und der Performance im Produkt sowie in der Agilität in der Entwicklung. Aber auch in der Projektarbeit kommt Eclipse bei Robotron zum Einsatz.

Vogel: Wo sehen Sie die Stärken des Eclipse 4 Frameworks?

Heinemann: Die Stärken liegen klar in der Modularität und Komponentenbildung, im Modellansatz sowie im deklarativen Styling.

Vogel: Welche Vorteile sehen Sie in Eclipse 4 gegenüber Eclipse 3.x?

Heinemann: Das verbesserte Tooling durch die IDE – Umstellung auf Parts, Integration Window Builder – ist ein wesentlicher Punkt. Des Weiteren sind aus unserer Sicht die modernen Programmierkonzepte, wie etwa Dependency Injection, und die vereinfachte Plug-in-Entwicklung von Vorteil.

Vogel: Wo sehen Sie noch Verbesserungspotenzial im Bereich Eclipse 4?

Heinemann: Wichtig ist, dass die Entwicklergemeinde hinter den Neuerungen steht, Eclipse 4 akzeptiert wird und sich etabliert. Mit der Aussicht auf Juno als erstem Release am 27. Juni 2012 im 4er-Entwicklungsstrang werden diese notwendigen Bedingungen erfüllt. Der hoffentlich nächste Schritt wird dann das API Freeze der gesamten Neuerungen aus e4 im Eclipse-4.3-Release sein. Neben den lohnenden entwicklungstechnischen Neuerungen sind auch deren konsequente Überführungen in das Eclipse-Release von großer Bedeutung für Robotron. Der beschrittene Weg durch die Bildung von Subprojekten e4, e5 und so weiter ist ein gutes Vorgehen.

Björn Heinemann stieg 1999 in den Consulting-Bereich der Robotron Datenbank-Software GmbH ein und arbeitete ab 2001 in Projekten sowie auch in der Produktentwicklung für die Energiewirtschaft mit. Zunächst als Leiter der Entwicklungsabteilung für das Energiedatenmanagement-System robotron*ecount tätig, wurde er 2010 Leiter Entwicklung im Geschäftsbereich Energiewirtschaft von Robotron. Daneben ist er seit vielen Jahren in der EDNA-Initiative zu den Themen Datenaustausch, Datenformate und Lieferantenwechselprozesse aktiv. Seit 2007 tritt er als Vertreter der EDNA-Initiative in der BDEW PG Marktschnittstellen (jetzt PG edi@energy) auf.
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Lars Vogel
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