Eclipse-basierter Werkzeugkasten für Spring

Spring Tool Suite 3.8.0: Neue Templates für Spring Boot

Dominik Mohilo

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Die Eclipse-basierte Entwicklungsumgebung Spring Tool Suite geht in die nächste Runde. Zu den Highlights der aktuellen Version 3.8.0 gehören, neben dem Update auf Eclipse Neon 4.6, neue Code Templates und einige Verbesserungen am Spring Boot Dashboard.

Das Wichtigste zuerst: Die Spring Tool Suite (STS) wurde mit Version 3.8.0 auf das aktuelle Eclipse Neon gehoben, auf dem die Standarddistribution nun basiert. Im aktuellen Paket der STS ist auch der neueste Pivotal tc Server (Version 3.1.4) enthalten. Die Unterstützung für Spring Insight, die Teil des tc-server-Supports war, wurde ausgebaut.

Spring Tooling

Spring Boot Dashboard

Das mit Version 3.7.1 eingeführte Spring Boot Dashboard wurde für die aktuelle Spring Tool Suite erneut verbessert: Es ist nun möglich, die Labels von Cloud Foundry Targets zu verändern. Um dies zu tun, reicht ein Rechtsklick auf einen der Knotenpunkte im Boot Dashboard und die Auswahl von Customize... -> Customize Label.... Im neuen Fenster kann jeder beliebige Name, aber auch Platzhalter, etwa %u für den designierten Nutzernamen mit dem Cloud Foundry Targets angesprochen werden oder %a für die URL des API-Endpunktes.

Anpassbare Labels für Cloud Foundry Targets / Quelle: Pivotal

Anpassbare Labels für Cloud Foundry Targets / Quelle: Pivotal

Der Wizard zur Erstellung von Cloud Foundry Targets ist nun fähig, das Passwort zu speichern. Entschließt sich der Nutzer, von dieser Funktion keinen Gebrauch zu machen, wird er beim Verbinden zu einem Cloud Foundry Target oder beim Restart der Spring Tool Suite zur Eingabe des Passworts aufgefordert. Wählt man die Passworterinnerung, so wird das Passort in Secure Storage gespeichert. Unter Linux wird man dennoch zur Eingabe des Masterpassworts für Secure Storage aufgefordert.

Eine weitere Verbesserung der Usability stellt das nun unterstützte Überspringen einer SSL-Validierung beim Erstellen von Cloud Foundry Targets dar. Zudem ist es nun möglich, Anwendungen im Boot Dashboard nach Projektnamen zu filtern. Es ist jetzt nicht mehr nötig, seine Projekte in Working Sets zu organisieren, stattdessen reicht es, einen Teil des Projektnamens einzutippen, um eine gefilterte Liste im Daschboard angezeigt zu bekommen.

Verbesserte Filterfunktion des Dashboards / Quelle: Pivotal

Verbesserte Filterfunktion des Dashboards / Quelle: Pivotal

Spring Boot

Nach eingehenden Gesprächen mit Entwicklern im Bereich Spring Boot Core wurden einige neue Code Templates entwickelt, die für die Erstellung von Anwendungen in Spring und Spring Boot nützlich sind. Sie können durch das von Eclipse bereitgestellte content-assist aufgerufen werden (STRG + LEERTASTE). Manche dieser Templates sind kontextsensitiv, d.h. sie verhalten sich je nach dem Kontext, in dem sie eingesetzt werden, anders.

Die folgende Templates sind im aktuellen Release der Spring Tool Suite enthalten:

Name[context] Screenshot
main
notnull[spring]
notnull[test]
asl
jumock
eerule[test-member]
eerule[test-statement]
jumockmvcwac
formatter-off
logger
logi
loge
logw
rtex

Quelle: Pivotal

Auch bei den Editoren für Spring Boot YML und Spring Boot Properties wurden einige Veränderungen vorgenommen. Dem Spring Boot Properties Editor wurde die Fähigkeit hinzugefügt, die Validität einer Liste von durch Kommata getrennter Werte zu prüfen. Für solche Listen wurde auch ein Content-Assist hinzugefügt; auch für Resource-Typen im YML/props-Editor wurde eine einfache Inhaltsassistenz eingebaut.

Cloud Foundry Manifest YML Editor

Für die Cloud Foundry Buildpacks gibt es nun ebenfalls Inhaltsassistenz: Diese schlägt Buildpacks von Cloud Foundry Targets im Spring Boot Dashboard vor. Diese Vorschläge werden dynamisch generiert, dabei werden Buildpacks von sämtlichen Targets aufgelistet, nicht nur jene aus den Pivotal Web Services.

Content Assist für Cloud Foundry Buildpacks / Quelle: Pivotal

Content Assist für Cloud Foundry Buildpacks / Quelle: Pivotal

Weitere Verbesserungen der Usability

Neben den umfangreichen Änderungen am Tooling selbst wurde an einigen kleineren Dingen gearbeitet, die die Nutzung der Spring Tool Suite im alltäglichen Gebrauch verbessern sollen. So können in den Texteditoren die Zeilennummern jetzt ein- oder ausgeblendet werden, was für mehr Übersichtlichkeit sorgt.

Die STS prüft außerdem nach dem Umbenennen einer Klasse, ob es eine Testklasse gibt, die den vorherigen Namen trägt. Wird eine solche gefunden, fragt die Spring Tool Suite, ob die entsprechende Testklasse ebenfalls umbenannt werden soll.

Eine vollständige Änderungsübersicht für die Spring Tool Suite Version 3.8.0 gibt es im New and Noteworthy bei Pivotal, auch die bekannten Probleme in der aktuellen Version sind dort aufgelistet. Sämtliche behobene Probleme können im Issuetracker der STS eingesehen werden. Die Spring Tool Suite steht in ihrer aktuellen Version bei Pivotal zum Download bereit.

 

Aufmacherbild: Tool, diy, toolbox. von Shutterstock.com
Urheberrecht: Billion Photos

Geschrieben von
Dominik Mohilo
Dominik Mohilo
Dominik Mohilo studierte Germanistik und Soziologie an der Goethe-Universität in Frankfurt. Seit 2015 ist er Redakteur bei S&S-Media.
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