SpringSource präsentiert Reactor Framework für asynchrone Anwendungen

Hartmut Schlosser

Aus dem Hause SpringSource kommt ein neues Framework für die Entwicklung asynchroner Anwendungen auf der JVM. Das „Reactor“ getaufte Projekt stellt Abstraktionen für Java, Groovy und andere JVM-Sprachen bereit, die darauf abzielen, Ereignis- und Daten-getriebene Anwendungen effizienter zu machen.

Der Name Reactor spielt auf das gleichnamige Design Pattern an, bei dem es darum geht, nebenläufige Service Requests über einen Service Handler zu bündeln (demultiplex) und synchron an die jeweiligen Request Handler weiterzuleiten. Laut Reactor-Entwickler Jon Brisbin sind auch andere Design Practices und JVM-basierte Lösungen eingeflossen, Reactor sieht sich hier als Kondensationspunkt, um diese Ideen und Pattern in ein einfaches und praxistaugliches Framework zu überführen.   

Wie bei Lösungen üblich, die Nebenläufigkeit ausnutzen, liegt das Hauptziel von Reactor in einer möglichst effizienten Nutzung der Hardware-Ressourcen. Insbesondere für Cloud-Anwendungen soll Reactor geeignet sein. Vermieden werden soll die „Callback Hölle“, in die man bei verschachtelten Aufrufen in nebenläufigen Prozessen geraten kann.

Reactor wurde lange Zeit im Spring Incubator vorbereitet und erblickt jetzt in einer ersten Version das Licht der freien Softwarewelt. Denn Open Source ist das Framework in guter Spring-Manier auch, der Quellcode liegt auf GitHub unter https://github.com/reactor/reactor  bereit (Apache-2.0-lizensiert). Andere Projekte aus dem Spring-Kontext haben bereits die Nutzung von Reactor angekündigt, namentlich Spring Integration, Spring Batch und das neue Big-Data-Projekt Spring XD.

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Hartmut Schlosser
Hartmut Schlosser
Hartmut Schlosser ist Redakteur und Online-Koordinator bei Software & Support Media. Seine Spezialgebiete liegen bei Java-Enterprise-Technologien, JavaFX, Eclipse und DevOps. Vor seiner Tätigkeit bei S & S Media studierte er Musik, Informatik, französische Philologie und Ethnologie.
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