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spring.io: Was die Experten davon halten

Claudia Fröhling

Seit kurzem erstrahlt die Website des Spring-Ökosystems in neuem Gewand und präsentiert einen neuen Aufbau der Plattform und damit des kompletten Spring-Stacks. Das alles wurde bei der SpringOne 2GX in Santa Clara bekannt gegeben. Wir haben erste Eindrücke unserer Spring-Autoren zu spring.io gesammelt:

Das Architekturdiagramm ist vielversprechend. Die Idee, die wichtigsten/prominentesten Teile des Spring-Frameworks in eine gemeinsame Plattform zu packen, ist in unseren „cloudigen“ Zeiten schon fast überfällig. Die angesprochene Modularisierung gepaart mit der Möglichkeit solche Anwendungen direkt zu deployen, verspricht eine deutliche Erleichterung für die Entwicklung. Lifecycle-Probleme oder Schwierigkeiten bei der Integration verschiedener Module sollten in einer derartigen Plattform eine Sache der Vergangenheit sein.

Ich hoffe, man hat bei der Modularisierung auf bestehende Standards (sprich: OSGi) zurückgegriffen und nicht wieder sein eigenes Süppchen gekocht. Ich bin auf jeden Fall gespannt was da kommt. Mehr Spring ist immer gut. (Jochen Mader, senacor)

Als erstes fällt auf, dass die Website vom Design her wirklich schick ist! Mein persönliches Highlight sind die Guides, mit denen es wirklich sehr einfach ist, sich in die Technologien und Features des Spring Stacks einzuarbeiten. (Eberhard Wolff, adesso)

Spring IO sind zwei Sachen, die neue Webseite mit den komplett überarbeiteten Getting Started Guides, die in Zukunft verhindern sollten, dass Leute veraltete Tutorials finden.

Der andere Teil ist die Plattform bestehend aus Foundation und Execution. Die wichtigsten Punkte für mich sind hier eigentlich auch zwei: erstens, dass es orchestrierte Releases der Foundation geben wird, in denen Versionskompatibilität der unterschiedlichen Module sichergestellt wird. D.h. für konservativere User wird es in Zukunft einfacher, die richtigen Versionen der einzelnen Spring-Module zu finden. Ein Modell, dass wir mit dem Spring Data Release Train ja schon angefangen hatten.

Der zweite Punkt ist Spring Boot. Der Kern des Projektes besteht darin, in Abhängigkeit von Classpathkonfiguration und dem was explizit konfiguriert ist, Spring-Konfiguration zu defaulten. Im einfachsten Fall sieht das so aus: man hat eine In-Memory Datenbank im Classpath, dazu Hibernate und Spring Data JPA. Boot würde dann automatisch eine DataSource konfigurieren, eine JPA EntityManagerFactory und JPA Repositories aktivieren. Sobald man eine dieser Komponenten dediziert konfiguriert, wird diese verwendet.

Insgesamt erlaubt dieses Modell einen Zero-Konfig Ansatz und überlässt dem Entwickler trotzdem die Kontrolle in beliebiger Granularität. (Oliver Gierke, SpringSource)

Geschrieben von
Claudia Fröhling
Claudia Fröhling
Claudia Fröhling hat in verschiedenen Redaktionen als TV- und Onlineredakteurin gearbeitet, bevor sie 2008 zur Software & Support Media GmbH kam und sich bis 2014 um alle Projekte des Verlages im Ressort Java kümmerte. Claudia hat einen Abschluss in Politikwissenschaften und Multimedia Producing. Ihr Google+ Profil findest du hier.
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