Spring Framework – Alle Facetten auf der W-JAX

Claudia Fröhling

Das Spring-Framework mit seinen zahlreichen Tools und Komponenten zählt heute zum Standard, wenn es um Java-Enterprise-Entwicklung geb. Der traditionelle Spring Day der W-JAX klärt über die neuesten Entwicklungen im Umfeld von Spring auf, bietet Praxiswissen und gibt Tipps für die Planung und Durchführung von Java-Spring-Projekten. Wir sprachen vorab mit dem Moderator des Days, Eberhard Wolff, über das kommende Spring 3.1 und die Cloud-Strategie von SpringSource/VMware.

JAXenter: Was können Teilnehmer vom Spring Day auf der W-JAX erwarten?

Eberhard Wolff: Auf dem Spring Day bekommt der Teilnehmer einen umfassenden Überblick über den letzten Stand der Dinge in Sachen Spring. Neben Spring 3.1 geht es auch um Spring Roo – ein Werkzeug, mit dem die Entwicklung von Java-Anwendungen wesentlich produktiver wird. Zu Spring Roo haben wir eine Einführung und einen Vortrag, der im Stil einer Case-Study die Entwicklung einer iPhone-Anwendung mit Spring Roo zeigt. Schließlich geht es noch um Cloud und Spring Security 3.0.

Wer eher in Spring einsteigen will, dem sei der Spring Power Workshop am Montag an’s Herz gelegt. Wer hingegen sehen will, wie man mit Spring vor allem große Projekte strukturiert, der sollte sich den Advanced Spring Power Workshop am Freitag ansehen. Ich denke, damit ist für jeden Spring-Interessierten bei der W-JAX was dabei.

Spring 3.1 steht vor der Tür. Was dürfen Spring-Entwickler von der kommenden Version erwarten?

Zur Zeit ist Spring 3.1 noch in den sehr frühen Stadien. Wesentliches neues Feature ist die Unterstützung von Conversations. Mit Spring 3.1 kann man in einer Web-Anwendung Objekte in einer Conversation halten.

Davon kann ein Benutzer parallel mehrere haben – er kann beispielsweise gleichzeitig an verschiedenen Bestellungen innerhalb jeweils einer Conversation arbeiten. Damit liegt eine Conversation sozusagen zwischen einer Session, von der ein Benutzer zu einer Zeit nur eine haben kann, und einem Request. Dieses Konzept lässt sich auch auf andere Anwendungsfälle wie z.B. Batches übertragen.

Auf dem Spring Day haben wir zu dem Thema mit Micha Kiener einen der Entwickler dieses Features gewinnen können, um dieses neue Feature im Details vorzustellen.

Eine Session im Spring Day, den Sie moderieren werden, wird sich mit Spring in der Cloud befassen. Besonders in letzter Zeit hat man eine deutliche Hinwendung von SpringSource und VMware zum Cloud Computing bemerkt. Wie sieht die Cloud-Strategie genau aus und wie passen Spring und Cloud zusammen?

Cloud-Computing ist einer der großen Trends in der IT. Ich denke, dass die klaren Vorteile von Cloud-Computing dazu führen werden, dass man um dieses Thema nicht mehr herum kommen wird. Durch Cloud werden Abläufe wesentlich flexibler – man kann sehr schnell eine Umgebung aufbauen, neue Ressourcen für eine Anwendung bereitstellen oder etwas in Produktion geben. Gleichzeitig werden die vorhandenen Ressourcen wesentlich besser ausgelastet, da mehrere Anwendungen die Infrastruktur parallel nutzen können.

VMware bietet mit den Virtualisierungslösungen natürlich eine gute Basis für den Betrieb von Cloud-Umgebungen, während SpringSource aus dem Entwicklungs- und Middleware-Bereich kommt. So können wir nun gemeinsam einen Middleware- und Infrastrukur-Stack anbieten, der für Cloud optimiert ist.

Im Bereich Middleware haben wir vor allem mit tc Server einen leichtgewichtigen, auf Tomcat basierenden Server – gerade bei Cloud wird der Resourcen-Verbrauch zu einer wichtigen Größe. Zudem kann man Anwendungen auf mehreren Knoten gleichzeitig installieren.
Ebenfalls kann man dann die Anwendungen mit Hyperic sehr leicht managen, auch wenn neue Knoten installiert werden müssen.

Bei Cloud und Spring zahlt die Portabilität von Spring-Anwendungen aus.
Spring-Anwendungen können auf Java-EE-Servern, Tomcat oder tc Server laufen – oder eben in der Cloud. Durch den Kauf durch VMware und die Allianzen mit Google und SalesForce können wir sicherstellen, dass Spring auf den verschiedenen Cloud-Umgebungen direkt unterstützt wird.
Gleichzeitig gibt es natürlich weitere Ansätze – durch den Kauf von Rabbit Technologies und Gemstone haben wir unser Portfolio gerade in Hinblick auf Cloud erweitert. Hier ist also einiges in Bewegung. Der Vortrag auf dem Spring-Day wird den dann aktuellen Stand darstellen. Wer schon vorher hands-on mit den Technologien arbeiten will, dem sei der Developing for the Cloud Workshop auf den Entwicklertagen am 23.9. an’s Herz gelegt.

Eberhard Wolff beschäftigt sich als Principal Technologist bei SpringSource mit verteilten Systemen und komponentenbasierter Entwicklung, insbesondere auf Basis der Java Enterprise Edition und des Spring Frameworks. Er ist regelmäßiger Sprecher auf verschiedenen Konferenzen, Autor verschiedener Fachartikel, unter anderem auch im Java Magazin, und Koautor der Bücher „Server Component Patterns“, „Java-Persistenzstrategien“ und „Spring“.

Geschrieben von
Claudia Fröhling
Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.