Spring Data Release Train angekommen: Erstes Sammelrelease verbessert Cross-Projekt-Integration

Hartmut Schlosser

Vielleicht haben Sie hier auf JAXenter in den letzten Monaten die ein oder andere Meldung über eines der vielen Spring-Data-Teilprojekte gelesen, sagen wir z.B. Release X von Spring Data REST, Milestone Y von Spring Data JPA oder Release Candidate Z von Spring Data MongoDB. Tatsächlich war es in der Vergangenheit schwierig, bei der Vielzahl an Spring-Data-Releases die Übersicht zu behalten. Ab sofort wird dies aber deutlich einfacher werden. Das Entwickler-Team hat die Release-Zyklen der Teilprojekte koordiniert und in einem einheitlichen Release Train zusammengefasst. Das erste Sammelrelease der Spring-Data-Projekte liegt nun vor.

Auf einen Schlag wurden die folgenden Updates veröffentlicht:

  • Spring Data Commons 1.4
  • Spring Data JPA 1.2
  • Spring Data MongoDB 1.1
  • Spring Data Neo4j 2.1
  • Spring Data Gemfire 1.2
  • Spring Data REST exporters 1.0

Es handelt sich dabei um GA-Versionen, also nicht um Entwickler-Releases sondern um für die Allgemeinheit empfohlene Versionen der Spring-Anbindungen für diverse Datenbank-Lösungen.

Grund für den gemeinsamen Release Train ist die Tatsache, dass es sich angesichts der verschiedenen Entwickler-Tempi in den Teilprojekten schwierig gestaltete, mehrere Module gemeinsam zu nutzen. Vor allem die vom Spring-Data-Commons-Projekt abhängenden Module werden sich in Zukunft auf präzise getimete Release-Zeiten verlassen können – wichtig, da das Commons-Projekt die geteilte Infrastruktur für alle Spring-Data-Projekte bereit stellt.

Zu den Highlights des Sammelreleases gehören neben der Cross-Projekt-Kompatibilität der Support für JavaConfig, JPA-Projekt-Updates auf Hibernate 3.6.10 und EclipseLink 2.4.0 sowie ein überarbeiteter GridFS Support im MongoDB-Modul. Die Detail-Verbesserungen sind freilich zahlreich und können am besten in der Release-Ankündigung nachgelesen werden.

Wichtig zu erwähnen ist noch, dass alle Spring-Data-Projekte in der Version 3.0 der Spring Toolsuite (STS) unterstützt werden. Das erleichtert die Bedienung der Persistenz-Module ungemein, da alles in einer Eclipse-basierten Entwicklungsumgebung zentral verfügbar ist.

Zur weiteren Roadmap: Spring-Data-Entwickler Oliver Gierke bestätigt uns auf dem Entwickler-Blog, dass der 1-x-Entwicklungszweig von Spring Data Commons mit dem vorliegenden Release abgeschlossen ist. Es stehen nun die ersten Meilenstein-Releases der 2.0 an, in der fortgeschrittene Features implementiert und Verbesserungen am Core vorgenommen werden sollen, die wahrscheinlich auch Veränderungen an den APIs und am Programmiermodell beinhalten werden. Namentlich soll es um einen gemeinsamen Auditing-Mechanismus und ein flexibleres Interface auf Basis einer Repository-Abstraktion gehen.

Verweisen kann Oliver auch auf die ersten Community-Projekte. Mit FuzzyDB module 1.0 und dem Spring Data Solr Modul ist man auf einem guten Weg, aus dem SpringSource-Only-Projekt ein echtes Community-Projekt zu machen.

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Hartmut Schlosser
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