Mit den richtigen Konventionen zum Ziel

Spring Boot 2 ist da – Fokus auf reaktiver Webentwicklung

Dominik Mohilo

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Trommelwirbel, Paukenschlag und Tusch, es ist so weit: Spring Boot 2.0 wurde veröffentlicht. Im Fokus der aktuellen Version des Konvention-vor-Konfiguration-Frameworks stand diesmal die reaktive Webentwicklung und eine neue Acutator-Architektur. Außerdem gibt es Updates für Dependencys und zum ersten Mal die Unterstützung von Spring 5 in einem Spring Boot Release.

Spring Boot 1.5 markiert das definitive Ende des 1.x-Release-Zyklus, auch wenn dieser noch nicht vollkommen abgeschlossen ist. Soll heißen: das Maintainence und Bugfix Release Spring Boot 1.5.11 befindet sich aktuell noch in der Entwicklung. Zur besseren Einordnung: Spring Boot 1.5.10 brachte etwa 55 Bugfixes, Abhängigkeitsupdates und kleinere Verbesserungen für Spring Boot 1.5, das letzte Major Release.

Die Entwicklungszeit für Spring Boot 2.0 betrug über ein Jahr: Ca. 17 Monate werkelte man bei Pivotal und in der Community an der aktuellen Version, die gestern veröffentlicht wurde. Mehr Zahlen gefällig? An der neuen Version arbeiteten 215 Personen, die über 6800 Commits produzierten – beeindruckend. Übrigens: Das erste Major Release (Spring Boot 1.0) wurde vor knapp vier Jahren der Welt präsentiert.

Einen etwas makabren Witz erlaubte sich Andy Wilkinson, Spring Boot Committer und Spring IO Platform Lead bei Pivotal, auf Twitter: Er behauptete kurz vor der Veröffentlichung, das Release sei um 32 Tage verschoben worden. Das stellte sich allerdings als verfrühter Aprilscherz heraus:

Spring Boot 2.0: Das ist neu

Das Wichtigste vorweg: Spring Boot 2 ist die erste Version des Konvention-vor-Konfiguration-Frameworks, die die native Unterstützung für das Spring Framework 5.0 an Bord hat. Nutzer können also endlich auf alle Features von Spring 5 zugreifen. Auch Java 9 wird unterstützt, während Java 8 Voraussetzung für die Nutzung ist.

Auf der reaktiven Webentwicklung lag für die aktuelle Version von Spring Boot ein deutlicher Fokus. Unterstützt wird diese in Verbindung mit Spring WebFlux und WebFlux.fn. Die von Spring Boot genutzten Versionen von Jetty, Undertow, Reactor Netty und Tomcat unterstützen HTTP/2 out-of-the-box.

Lesen Sie auch: Spring Boot Tutorial: In 10 Schritten zur Microservices-Architektur

Die Sicherheitsautokonfiguration wurde mit Spring Boot 2.0 laut Pivotals Phil Webb maßgeblich vereinfacht. Zudem gibt es nun Starter POMs und ebenfalls Autoconfigs für reaktives Spring Data Cassandra, MongoDB, Couchbase und Redis. Netty wird in der aktualisierten Fassung des Frameworks auch eingebettet unterstützt.

Auch die neue Actuator-Architektur soll an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben, die die Unterstützung für Spring MVC, WebFlux und Jersey mit sich bringt. Diesbezüglich ins Detail gehen wird unser Autor Michael Simons in seiner Artikelserie zu Spring Boot 2.

Weitere Informationen zum Release von Spring Boot 2 gibt es auf dem Blog von Pivotal, den offiziellen Release Notes und (wie erwähnt) auf JAXenter.

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Dominik Mohilo
Dominik Mohilo
Dominik Mohilo studierte Germanistik und Soziologie an der Goethe-Universität in Frankfurt. Seit 2015 ist er Redakteur bei S&S-Media.
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