Spring 4.0: Roadmap für die nächste Generation des Spring-Frameworks

Hartmut Schlosser

Next stop – Spring 4. SpringSource Mitbegründer Jürgen Höller hat den Fahrplan für die nächste Version des Spring Frameworks ausgegeben. Die nächste Haltestelle ist dabei keine Weiterentwicklung der 3.x-Linie, sondern gleich das nächste Major-Release 4.0.

Die 3.2-Generation des Spring-Frameworks habe sich mit Features wie Java-basierte Konfiguration, REST, Java SE 7 und Servlet 3.0-Support ihrer logischen Vollendung angenähert, schreibt Höller auf dem SpringSource-Blog. Nun will man den nächsten Schritt gehen und in Spring 4.0 neue, emergierende Trends aufnehmen und weiterentwickeln:

Support für Java 8 mit den neuen Features wie Lambda-Ausdrücke und das neue Date and Time API (JSR 310) werden genannt. Unterstützung für Groovy 2, insbesondere Groovy-basierte Bean-Definitionen. Außerdem stehen WebSocket-Architekturen (Support für JSR 356) und feingranulares Eventing und Messaging innerhalb von Spring-Anwendungen auf dem Programm.

Alte Zöpfe sollen abgeschnitten werden, will heißen: Deprecated Features werden entfernt, Dependencys zu alten Versionen minimiert. Explizit wird auch der größte Spring-Konkurrent genannt: Spring 4 soll auch Java EE 7 mit seinen Komponenten wie JMS 2.0, JPA 2.1, Bean Validation 1.1, Servlet 3.1 und JCache unterstützen.

Was den Release-Zyklus angeht, plant man mit einem Einjahresrhythmus, was bedeutet, dass Spring 4 bereits Ende 2013 kommen könnte. Höller sagt, man wolle eng der OpenJDK-8-Release-Pipeline folgen und einen ersten Meilenstein bereits im April vorlegen.

Eine ambitionierte Roadmap, die das Spring Framework schon bald auf eine nächste Stufe heben soll. Und in der Tat kann sich SpringSource momentan kaum zurücklehnen und benötigt deutliche Innovationsimpulse, um dem starken Java-EE-Boom der letzten Monate zu entgegnen. Insbesondere in Europa sehen viele Java EE mittlerweile als den Platzhirsch, in US-amerkianischen Unternehmen hält sich Spring hartnäckiger. Spring 4 könnte dabei zu so etwas wie einem Schicksalsrelease werden, bei dem sich entscheidet, ob Enterprise-Entwickler auch zukünftig auf Spring setzen werden, oder sich doch der unrühmliche Legacy-Vergleich von Oracle-Evangelist Arun Gupta bewahrheitet: Spring 2013 = Struts 2003.

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Hartmut Schlosser
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