IT-Arbeitsmarkt

Softwareentwickler mit Business-Wissen sind heiß begehrt

Melanie Feldmann

© Shuttersock / Gustavo Frazao

Die Dekra checkt nicht nur Autos, sondern auch den Arbeitsmarkt für Techniker aus der Hard- und Softwarewelt. Das Unternehmen hat 13.869 Stellenanzeigen in elf deutschen Tageszeitungen, zwei Online-Jobbörsen und einem sozialen Netzwerk untersucht. Das Ergebnis: Softwareentwickler sind weiterhin heiß begehrt – vor allem wenn sie Business-Know-how und Querschnittsdenken mitbringen.

Softwareentwickler haben auf den Stellenmarkt sehr gute Aussichten auf einen Job. Mehr als jede vierte offene Position richtet sich an sie. Im Gesamt-Ranking aller gesuchten Berufe belegen sie den vierten Platz. Am meisten gesucht werden Elektroniker, Elektriker und Elektroinstallateure. Dicht gefolgt von Kundenberatern sowie Gesundheits- und Krankenpflegern. Auch IT-Fachleute wie Systemadministratoren befinden sich unter den Top-Ten-Berufen. Sie sind in diesem Jahr auf den achten Platz vorgerückt (2015: Platz 10), den sie sich mit Fahrzeug- und Maschinenbauingenieuren teilen.

Fasst man Berufe als Tätigkeitsfeld zusammen, werden IT-Berufe am zweit häufigsten gesucht (9,9 Prozent). Mehr gesucht werden lediglich Mitarbeiter im Vertrieb mit 13 Prozent. Ingenieure liegen auf Platz drei mit 8,6 Prozent.

Querschnittswissen ist gefragt

Das Softwareexperten auch außerhalb der IT-Branche immer stärker gesucht werden, zeigt sich auch in dieser Studie. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit boomt. Aktuell locken nicht nur Arbeitgeber aus der IT-Branche, sondern auch aus dem Maschinen- und Fahrzeugbau oder aus der Elektroindustrie mit interessanten Positionen. Außerdem benötigen deutlich mehr Unternehmen Experten, die betriebswirtschaftliches Know-how verbunden mit Expertise in der Datenanalyse mitbringen. 15,6 Prozent der IT-Stellenausschreibungen wünschen sich Business-Wissen.

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Bei den IT-Fachkräften am meisten gesucht sind Mitarbeiter unter den Schlagworten Softwareentwickler, Softwarearchitekt und Programmierer. 28,4 Prozent aller IT-Stellen laufen unter diesen Jobbezeichnungen. Bei 24,4 Prozent der Stellen wird allgemeiner nach IT-Fachleuten, Informatikern und Systemadministratoren gesucht. Auch Wirtschaftsinformatiker sind mit 12,2 Prozent dabei. Die Nachfrage nach den Experten zweier Welten steigt und zeigt wie wichtig den Firmen Interdisziplinarität ist.

Hard- oder Softwareentwicklung?

Unter dem Stichwort Entwicklung belegen IT-Berufe wie bereits 2015 41,5 Prozent aller Stellenanzeigen. 36,1 Prozent gehen an Ingenieure und Naturwissenschaftler. Vor allem die Baubranche beflügelt momentan diese Zahlen. 14,6 Prozent der Stellen suchen Techniker – hauptsächlich für den Maschinenbau. Die restlichen 7,8 Prozent laufen unter den Stichworten Anlagensteuerung und Automatisierung. Damit läuft die Softwareentwicklung der Hardwareentwicklung nicht den Rang ab. Jedoch findet sich sicherlich auch unter den Ingenieuren und Technikern, der ein oder andere CNC- oder Roboter-Programmierer, der direkt mehr mit Software als mit Hardware zu schaffen hat.

Den gesamten Arbeitsmarkt-Report 2016 ist als Blätterkatalog online zu finden oder kann per Mail kostenlos unter service.akademie@dekra.com angefordert werden.

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Melanie Feldmann
Melanie Feldmann
Melanie Feldmann ist seit 2015 Redakteurin beim Java Magazin und JAXenter. Sie hat Technikjournalismus an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg studiert. Ihre Themenschwerpunkte sind IoT und Industrie 4.0.
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