Software-Gewinne und Hardware-Verluste: Oracle legt Quartalszahlen vor

Judith Lungstraß

Mit Abschluss des Monats Februar ging auch das dritte Quartal im Oracle-Fiskaljahr zu Ende. Während die IT-Welt gespannt nach Kalifornien blickte, hatte das Unternehmen gemischte Nachrichten zu vermelden: Mit einem einprozentigen Umsatzrückgang auf 9 Milliarden US-Dollar konnte man den hohen Erwartungen nicht ganz gerecht werden. Und das zeigte sich auch an der Börse: Nach Bekanntgabe der Zahlen verlor die Oracle-Aktie am Mittwochabend 8 Prozent.

Der Umsatz der Software-Sparte ist insgesamt hingegen um 4 Prozent gestiegen und beträgt nun 6,7 Milliarden US-Dollar. Das ist hauptsächlich auf die große Nachfrage nach Lizenz-Updates und Produkt-Support zurückzuführen, die zu einem siebenprozentigen Zuwachs auf 4,3 Milliarden US-Dollar führte. Der Umsatz aus neuen Software-Lizenzen und Cloud-Abonnements ist jedoch um 2 Prozent auf 2,3 Milliarden US-Dollar gefallen. Grund dürfte wohl der große Druck der Konkurrenz sein, sei es vom Konkurrenten SAP oder auch von kleineren Anbietern.

Während sich Oracle Software positiv auf dem Markt platzieren konnte, hatte der Hardware-Bereich des Unternehmens Verluste zu erleiden. Der Umsatz der Hardware-Produkte ist um 23 Prozent auf 671 Millionen US-Dollar gefallen, der dazugehörige Support um 6 Prozent auf 570 Millionen US-Dollar. Vielleicht können die in den Startlöchern stehenden neuen Server diesen Fall abbremsen, immerhin sollen sie mit den schnellsten Mikroprozessoren der Welt ausgestattet sein und Datenbanken um das Zehnfache beschleunigen, so Oracle CEO Larry Ellison.

Für das laufende Quartal sagt Oracle jedoch erst einmal ähnliche Zahlen voraus wie für das jüngst vergangene. Im Software-Bereich wird ein weiterer Zuwachs von bis zu 11 Prozent erwartet, für die Hardware-Sparte sind die Prognosen mit vermutlichen 12 bis 22 Prozent Rückgang weiterhin negativ.

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Judith Lungstraß
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