Soft Skills: Kommunikation optimieren für besseres Teamwork

Wie man als Entwickler besser kommuniziert – so klappt’s!

Katharina Degenmann

© Shutterstock.com / Chris Greig Photography

Das Einzelgänger-Dasein des Softwareentwicklers gehört mehr und mehr der Vergangenheit an. Vielmehr ist Teamarbeit im Bereich Softwareentwicklung Standard. Daher wird auch die Kommunikation im Berufsalltag zunehmend wichtiger. Fünf Tipps für eine bessere Kommunikation im Team.

Kommunikation ist nicht weniger wichtig als technische Fähigkeiten. Fehler in Entwickler-Teams sind häufiger auf schlechte Kommunikation als auf technische Problemen zurückzuführen. Das schreibt zumindest Thibaud. Wie der Austausch besser funktionieren kann, zeigen diese fünf Tipps.

1. 3 Ebenen der Kommunikation

Im Berufsleben ist die Kommunikation auf drei Ebenen essentiell. Die Kommunikation unter Kollegen ist für eine produktive Zusammenarbeit notwendig. Nur durch regelmäßigen Austausch von Informationen können Arbeitsschritte geändert und zufriedenstellende Ergebnisse erreicht werden. Auch der Informationsfluss zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern muss funktionieren. Das richtige Kommunizieren der Schlüsselinformationen ist für die Umsetzung der Zielvorgaben entscheidend. Ebenso ist der Umgang mit Kunden und Geschäftspartnern für den geschäftlichen Erfolg notwendig. Wer im Beruf erfolgreich kommunizieren möchte, sollte für ausreichend Informationsaustausch auf diesen drei Ebenen sorgen.

2. Weniger schreiben, mehr reden

Abgesehen von der Häufigkeit der Kommunikation ist die Weise des Informationsaustausches wichtig. Unterhält man sich Face-to-Face mit Personen, ist der Informationsverlust am Geringsten. Vom Telefon, über Chats bis hin zur E-Mail, nimmt der Informationsverlust weiter zu.

Kommunikation kostet Zeit. Doch wurde die Kommunikation versäumt, ist der Preis um ein Vielfaches höher. – Apliki

Natürlich sollte man auch das Zeitmanagement nicht außer Acht lassen. Doch hier gilt: lieber zehn Minuten telefoniert, als später einen Schritt nachholen. Wann immer es die Zeit zulässt, sollten persönliche Meetings, persönliche Telefonate und Gruppenmeetings bevorzugt werden.

3. Zuhören will gelernt sein

Neben dem Austausch von Informationen ist vor allem die Aufnahme von Information ein wichtiger Skill für erfolgreiche Kommunikation. Man muss zuhören, was die andere Person sagt, um es verstehen zu können. Nur durch Zuhören besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen und auf Punkte einzugehen, die möglicherweise nicht richtig verstanden wurden. Die Basis guter Kommunikation ist effektives Zuhören!

4. Gutes Feedback

Dass das Nachbessern beim Endanwender extra Geld und Ressourcen kostet, erleben Hersteller regelmäßig. Die langen Wege der Kommunikation über Vertrieb und Support wurden dabei zunehmend zum Problem für die Software-Hersteller. Regelmäßiges und konstruktives Feedback steigert die Produktivität und verbessert damit auch die Kundenzufriedenheit. Feedback ist daher ein Must-Have für gute Kommunikation.

5. Der Ton macht die Musik

Last but not least, kommen wir zu der Art, wie kommuniziert werden soll. Der Ton kann die ganze Stimmung des Gesprächs bestimmen. Wer eine Diskussion mit aggressiver Stimme  beginnt, wird vom Empfänger eine ähnliche Reaktion erhalten. Was folglich auch den Informationsfluss unterbrechen kann. Der Ton der Stimme, die Lautstärke, das Gestikulieren hat einen Einfluss auf das Gespräch.

The same sentence can have a very different meaning depending on which words are emphasised and the tone of your voice. – Wikijob

Gerade im Bereich der Kundenkommunikation ist der Tonfall essentiell für den geschäftlichen Erfolg. Es ist oft wichtiger wie jemand etwas sagt als was er sagt.

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Katharina Degenmann
Katharina Degenmann
Katharina Degenmann studiert Philosophie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Seit Februar 2018 arbeitet sie in der Redaktion der Software & Support Media GmbH. Nebenbei ist sie als freie Journalistin tätig, ihre ersten redaktionellen Erfahrungen hat sie bei einem regionalen Radiosender gesammelt.
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2 Kommentare auf "Wie man als Entwickler besser kommuniziert – so klappt’s!"

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Sven
Gast
Bei E-Mail ist der Informationsverlust am Höchsten und beim persönlichen Gespräch am Niedrigsten? Hä?! Ich würde behaupten bei E-Mail gibt es gar keinen Informationsverlust, weil die Informationen jederzeit nachgelesen werden können. 😉 Falls damit gemeint ist, dass man im Gespräch mehr erzählen als Schreiben würde, würde ich das auch nicht unterschreiben, im Gespräch bringt man bestimmt nicht mehr wichtige Informationen unter als wenn man es schriftlich erklärt/beschreibt. Beim Gespräch ist eher die Gefahr, dass nicht richtig zugehört wurde, wichtige Informationen im Gespräch untergehen oder etwas nicht genau verstanden wurde (und sich auch nicht getraut wird nachzufragen bzw. die Informationen wiederholen… Read more »
Sven
Gast

also wie können Informationen verlorengehen wenn Sie schwarz auf weiß vorhanden sind und auch jederzeit abrufbar sind? 🙂