Neue Features, neue Geräte

Neue Smartwatches: Aufwind für Android Wear in Sicht?

Michael Thomas

© Shutterstock.com/estherpoon

Zwar gehören Smartwatches noch nicht so selbstverständlich zum Straßenbild wie die allgegenwärtigen Smartphones, aber das könnte sich schon bald ändern; so legte Apple mit seiner Apple Watch beispielsweise eine fulminante, richtungsweisende Markteinführung hin. Smartwatches mit dem Betriebssystem Android Wear hinken im Hinblick auf die Verkaufszahlen hingegen jedoch noch weit zurück. Doch es gibt einige Anzeichen dafür, dass sich dies bald ändern könnte.

Seitdem Google auf der letztjährigen I/O seine Betriebssystemvariante für Smartwatches Android Wear vorstellte, ließen große Erfolgsmeldungen bislang auf sich warten: Im Jahr 2014 wurden insgesamt nur rund 720 000 entsprechende Geräte verkauft. Zum Vergleich: Apple konnte innerhalb der ersten drei Monate nach Markteinführung knapp 2,5 Millionen Exemplare der Apple Watch absetzen.

Mit 75 % Marktanteil platziert sich Apple damit klar als Platzhirsch im Smartwatch-Bereich und lässt den bisherigen Marktführer Samsung, dem nunmehr magere 7,5 % Marktanteil verbleiben, mehr als deutlich hinter sich. Noch im letzten Jahr stammten 3 von 4 verkauften Smartwatches aus dem Hause des koreanischen Konzerns – die allerdings nicht auf Android Wear, sondern dessen hauseigenes Betriebssystem Tizen setzen.

Doch für Samsung und Co. ist nocht lange nicht alles verloren. Prognosen des Marktforschungsinstituts IDC zufolge wird der Markt für Smartwatches im Laufe des Jahres 2015 um satte 510,9 % wachsen, wobei es sehr verwunderlich wäre, wenn Android-Wear-Geräte von diesem Kuchen nichts abbekommen würden.

Neue Features

Denn bei dem mobilen Betriebssystem tut sich zur Zeit einiges: Zahlreiche neue Features und alternative Designs buhlen um die Käufergunst und sollen dabei helfen, potentielle Apple Watch-Kunden abzuwerben. So enthält das aktuell ausgerollte Update für Android Wear, Version 1.3, nicht nur neue, interaktive Watch Faces und eine Übersetzungs-App. Mit dem als Hauptfeature gehandelten „Together“ wird es zwei Besitzern einer Android Wear-Smartwatch zudem möglich, Inhalte auf beiden Uhren zu synchronisieren.

Neue Modelle

Einen weiteren großen Schub dürfte Android Wear durch die nächste Woche in Berlin startende Internationale Funkausstellung erhalten: Es spricht vieles dafür, dass gleich mehrere namhafte Hersteller den Rahmen der IFA dazu nutzen werden, um mit ihren neuesten Smartwatch-Modellen aufzuwarten, darunter Motorola mit dem Nachfolger der Moto 360 und LG mit einer der LG Watch Urbane LTE ähnelnden Variante, die statt auf die von HP stammende Software WebOS nunmehr auf Android Wear setzen soll. Auch Huawei steht wahrscheinlich mit seiner Huawei Watch und Sony mit der Smartwatch 4 Gewehr bei Fuß, und möglicherweise wird Asus Neuigkeiten für die ZenWatch 2 im Gepäck haben. Sicher ist, dass Samsung seine neue, nun runde, Gear S2 präsentieren wird  die allerdings nach wie vor nicht mit Android Wear, sondern Tizen laufen wird.

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Aufmacherbild: Smart Watches von Shutterstock.com / Urheberrecht: estherpoon

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Michael Thomas
Michael Thomas
Michael Thomas studierte Erziehungswissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und arbeitet seit 2013 als Freelance-Autor bei JAXenter.de. Kontakt: mthomas[at]sandsmedia.com
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