Pädagogik trifft Technik

Sieben Zwerge: Raspberry Pi

Diana Kupfer
©Shutterstock.com/Vera Petruk

Er ist mittlerweile ein Klassiker auf seinem Gebiet und neben der Arduino-Plattform vermutlich das meistgenutzte Einplatinen-System: der Raspberry Pi. Im fünften Teil dieser Serie erfahren Sie, wie der Zwergcomputer entstand.

Kreative Gadgets entstehen dort, wo Pädagogen und Techniker in Dialog treten – in diesem Fall in Großbritannien. Inspiriert wurde das Projekt Raspberry Pi vom Erfolg des Bildungsprojekts BBC Micro, einem 1981 von der Firma Acorn Computer hergestellten Mikrocomputer (der damalige Begriff für „Personal Computer“). Bereits 2006, ein Jahr nach der Arduino-Initialzündung, gab es erste Pläne für einen entsprechenden Atmel-ATmega644-basierten Mikrocontroller. 2009 gründete Eben Upton, damals erst 31 Jahre jung, gemeinsam mit Lehrern, Universitätsangestellten und Technikbegeisterten die Raspberry Pi Foundation. Ziel der gemeinnützigen Stiftung ist es, Kindern und Jugendlichen einen spielerischen Zugang zur Informatik zu verschaffen. 2011 gingen die ersten Boards in die Produktion, Anfang 2012 kamen die ersten Raspberry Pis auf den Markt. Bis 22. Mai waren bereits 20 000 Exemplare verkauft. Die Markteinführung in den USA im April 2013 war ein immenser Erfolg: Binnen weniger Tage war die Einplatine restlos ausverkauft.

Wie das Arduino-Board gibt es auch den „Himbeerkuchen“ in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen. Vielfalt ist hier allerdings weniger auf der Hardware- und mehr auf der Softwareseite zu finden. Das gängigste Betriebssystem ist derzeit Raspbian, Debian-basiert und selbstverständlich Open Source. Daneben sind eine Reihe anderer Betriebssysteme, teilweise durch Portierung, möglich bzw. werden in Kürze verfügbar sein, darunter Android, Firefox OS oder Googles Chromium OS.

Modell A

Modell A. Bild: ©adafruit.com

Ohne Ethernet-Schnittstelle, Stromverbrauch ca. 1/3 des B-Modells | Prozessor: ARM1176JZF-S core (700 MHz) | GPU: Broadcom VideoCore IV | 256 MB RAM | Versorgungsspannung: 5 V (über Micro-USB) | Schnittstellen: 1 x USB, HDMI-Port | 3,5 mm Audio-Anschluss | SD-Kartenslot | Micro-USB-Power-Port | 2 Status-LEDs | Abmessungen: 85.60 × 53.98 x 17 mm | Gewicht: 45 g | Preis: ca. 28 Euro (Vertrieb über http://www.farnell.com oder http://uk.rs-online.com/web)

Modell B

Modell B. Bild: ©adafruit.com

Mit Ethernet-Schnittstelle, Stromverbrauch max. 3,5 W/700 mA | Prozessor: ARM1176JZF-S core (700 MHz ) | GPU: Broadcom VideoCore IV | 512 MB RAM | Versorgungsspannung: 5 V (über Micro-USB) | Schnittstellen: 2 x USB über internen Hub, Ethernet, HDMI-Port | 3,5 mm Audio-Anschluss | 2 USB-Anschlüsse | SD-Kartenslot | 5 Status-LEDs | Abmessungen: 85.60 × 53.98 x 17 mm | Gewicht: 45 g | Preis: ca. 35 Euro

Aufmacherbild: Shutterstock.com/Vera Petruk: Set of santa red hats isolated on white background

Geschrieben von
Diana Kupfer
Diana Kupfer
Diana Kupfer war Redakteurin bei S&S Media für die Zeitschriften Java Magazin, Eclipse Magazin und das Portal JAXenter. 
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