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Kunst trifft Technik

Sieben Zwerge: Arduino

Diana Kupfer
©Shutterstock.com/Vera Petruk

Im zweiten Teil unserer siebenteiligen Serie über populäre Open-Source-Computer für die Hosentasche präsentieren wir Ihnen die Arduino-Plattform.

Wo Kunst und Technik zusammentreffen, entstehen kreative Gadgets: Seinen Anfang nahm das Arduino-Projekt 2005 in der norditalienischen Stadt Ivrea. Massimo Banzi, damals Professor am Institut für Design, suchte nach einer Möglichkeit, wenig technikaffinen Studenten den Umgang mit elektronischen Hilfsmitteln zu erleichtern. Gemeinsam mit dem Ingenieur David Cuartielles entwickelte er die Idee, einen Mikrocontroller zu entwerfen, der sich im Handumdrehen in Designprojekte einbetten lässt. Das Kern-Entwicklerteam komplettieren Tom Igoe und David Mellis. Die Hardware wurde beim Elektronikhersteller Gianluca Martino in Auftrag gegeben. So entstand Arduino, eine offene Soft- und Hardwareplattform. An Bord ist eine IDE auf Grundlage von Processing und Wiring – beides wiederum auf Java basierend. Inzwischen ist ein ganzes Ökosystem um den kleinen Italiener entstanden: Nicht nur hat die Arduino-Familie selbst reichlich Nachwuchs bekommen. Auch zahlreiche Klone und Arduino-kompatible kleinere und passgenauere Varianten wie der TinyDuino setzen die Vision Banzis und seiner Partner in diversen Anwendungsszenarien in die Tat um. Nicht nur die produktive Community und ihr ansteckender Idealismus, sondern auch die Erweiterbarkeit der Plattform begründet ihren Erfolg. So können durch aufsteckbare Shields je nach Bedarf neue Funktionalitäten hinzugefügt werden. Derzeit gibt es knapp 300 Shields von über 100 Herstellern. Benannt wurde das Arduino-Projekt übrigens nach einer Bar, deren Name wiederum auf den mittelalterlichen Herrscher Arduin von Ivrea zurückgeht.

Arduino Uno

Arduino Uno. Bild: ©arduino.cc

Mikrocontroller: ATmega328 | Betriebsspannung: 5 V | Digitale Ein- und Ausgabekanäle: 14 (6 davon mit PWM-Ausgang) | Eingangsspannung (empfohlen) 7–12 V | Analoge Eingabekanäle: 6 | Flashspeicher: 32 KB (ATmega328), davon 0,5 KB für Bootloader | SRAM: 2 KB (ATmega328) | EEPROM: 1 KB (ATmega328) | Taktfrequenz: 16 MHz | Schnittstelle: USB | Abmessungen: 68,6 × 53,3 mm | Gewicht: 80 g | Preis: ca. 20 Euro (Arduino Store)

Arduino Due

Arduino Due. Bild: ©arduino.cc

Erster ARM-basierter Arduino | Mikrocontroller: AT91SAM3X8E | Betriebsspannung: 3,3 V | Eingangsspannung (empfohlen): 7–12 V | Digitale Ein- und Ausgabekanäle: 54 (12 mit PWM-Ausgang) | Analoge Eingabekanäle: 12 | Analoge Ausgabekanäle: 2 (DAU) | Flashspeicher: 512 KB, komplett für Useranwendungen verfügbar | SRAM: 96 KB (zwei Module: 64 KB und 32 KB) | Taktfrequenz: 84 MHz | Schnittstelle: USB | Abmessungen: 101,6 x 53,3 mm | Gewicht: 50 g | Preis: ca. 39 Euro (Arduino Store)

TinyDuino

TinyDuino. Bild: ©TinyCircuits

Arduino- and LilyPad-kompatibel | erweiterbar mit TinyShield Boards | optionaler Akkuanschluss für CR1612-CR1632-Knopfzellen | Mikrocontroller: Atmel ATmega328P | Flashspeicher: 32 KB | 2 KB RAM | 1 KB EEPROM | Taktfrequenz: 8 MHz | Betriebsspannung: 1,8–5,5 V | 20 I/Os (14 Digital, 6 Analog/Digital I/O) | Arduino Bootloader ist vorprogrammiert (benötigt 0,5 KB Flashspeicher) | Abmessungen: quadratische Variante: 20 x 20 mm, kreisförmige Variante: 20 mm Durchmesser | Höhe: 0,61 mm | Preis: 19,95 US-Dollar

Aufmacherbild: Shutterstock.com/Vera Petruk: Set of santa red hats isolated on white background

Geschrieben von
Diana Kupfer
Diana Kupfer
Diana Kupfer war Redakteurin bei S&S Media für die Zeitschriften Java Magazin, Eclipse Magazin und das Portal JAXenter. 
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