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Cloud- & SaaS-Lösungen: Hybride Vernetzung als Schlüssel zum Erfolg

Christian Hofmann

© Shutterstock / Pasko Maksim

Cloud-Services und SaaS sind für immer mehr Unternehmen relevant. Doch mit der Vernetzung steigen auch die Anforderungen nicht nur an die Erreichbarkeit, sondern auch an die Compliance und Datensicherheit. Eine Lösung ist die hybride Vernetzung von On-premises- und Cloud-Lösungen, erklärt Christian Hoffmann, Business Applications Consultant bei Diamant Software.

Die digitale Transformation setzt Unternehmen zunehmend unter großen Druck, ihre Prozesse zukunftsfähig und effizient zu gestalten, um auch weiterhin am Markt wettbewerbsfähig zu bleiben. So sind Software-Lösungen zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor geworden.

Auf der Suche nach flexiblen und skalierbaren Lösungen, Daten zu speichern und die Geschäftsprozesse zu optimieren und damit weiterhin den Unternehmenserfolg sicherzustellen, fällt die Wahl immer häufiger auf Cloud-Lösungen. Durch sie lassen sich Prozesse schnell und agil gestalten – sei es, um bestehende Strukturen zu unterstützen oder diese neu aufzubauen. Doch die Entscheidung für eine geeignete Cloud-Lösung ist oft ein langwieriger Prozess, weil Cloud-Services meist in die bestehende Infrastruktur eines Unternehmens eingebettet werden und dort auf bestehende On-Premises-Software treffen. Zudem stellen verteilte Datenhaltung und die Synchronisation der unterschiedlichen Daten die IT-Abteilung oftmals vor große Herausforderungen. Aber muss das so sein? Mithilfe der hybriden Vernetzung können Unternehmen das gesamte Potenzial aus Software as a Service (SaaS) und On-Premises ausschöpfen.

Datensicherheit und Compliance in der Cloud

Cloud-Lösungen bieten Unternehmen einen großen Vorteil: Ressourcen stehen nahezu unbegrenzt zur Verfügung und die benötigte Leistung kann individuell nach Bedarf skaliert und nutzungsbasiert eingesetzt werden. Doch sensible und geschäftskritische Daten werden ungern in eine dezentrale Cloud ausgelagert, insbesondere wenn das Hosting nur im Ausland möglich ist. So gehören spätestens seit der DSGVO Datensicherheit und Compliance-Anforderungen auf die Agenda von SaaS-Anbietern. Eine andere Möglichkeit bieten inländische Rechenzentrumsbetreiber, die bei geringeren Betriebskosten eine höhere Datensicherheit als das eigene Rechenzentrum gewährleisten und Compliance-Konformität bieten.

Rechenzentren orientieren sich an den Standards des Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), um eine hohe IT-Sicherheit zu gewährleisten. Dazu zählen beispielsweise das eingesetzte Identitätsmanagement und Datensicherungs- sowie Wiederherstell-Szenarien und deren regelmäßige Überprüfung. Weitere Anhaltspunkte für die Beurteilung eines Anbieters sind, ob sie nach einem gängigen ITSM-Framework (Information Technology Service Management) arbeiten. Diese formulieren Anforderungen an Dienste und Prozesse und stellen so professionelle Standards sicher. Auch die ISO 27001, eine Zertifizierung für den weltweit anerkannten IT-Sicherheitsstandard, steht für ein signifikantes Sicherheitslevel. Ein hoher Automatisierungsgrad reduziert menschliche Fehler in der IT-Security, insbesondere bei Standardaufgaben, wie beispielsweise neue Benutzer anlegen oder Backups erstellen. Ein solches Sicherheitsniveau ist für eine mittelständische IT-Abteilung in der Regel nur schwer zu erreichen. Somit ist eine cloudbasierte SaaS-Lösung hier oft die richtige Wahl, um das eigene Niveau an Datensicherheit und Compliance zu erhöhen.

Software as a Service: Daten dezentral speichern

Die Vorteile von SaaS sind vielfältig, wenn es darum geht, neue Geschäftsmodelle agil einzuführen oder bestehende, kostenintensive IT-Infrastrukturen abzulösen. Dank der sicheren Datenhaltung ist es möglich, dezentrale Daten zu nutzen. Ressourcen sind anpassungsfähig und Daten von überall erreichbar. Außerdem profitieren Unternehmen von einer einfachen Nutzung solcher Cloud-Lösungen und es entstehen keine Daten- bzw. Informationsverluste.

Doch während Unternehmen vermehrt SaaS-Lösungen und somit Daten und Applikationen aus der Cloud nutzen, stehen sie vor der Herausforderung, andere Teile der Unternehmenssoftware- und -daten mit der Lösung zu vernetzen. Denn unabhängig davon, wo sich die Daten befinden, müssen sie überall sicher erreichbar sein und flexibel in Prozesse integriert oder auch plattform- und systemübergreifend synchronisiert werden.

Bei einer dezentralen Datenhaltung ist diese Anforderung durch interne IT-Abteilungen nur schwer umzusetzen. Die notwendigen Kenntnisse sind meist nicht vorhanden und so wird die Vernetzung der Systeme durch individuelle Programmierungen umgesetzt. Das hat wiederum den Nachteil, dass agile Prozessänderungen im Anschluss nur schwer durchzusetzen sind – was wiederum erhöhten Zeit- und Kostenaufwand zur Folge hat. Mit einer kosteneffizienten SaaS-Lösung können Unternehmen solch eine kostenintensive Vernetzung vermeiden.

Hybride Vernetzung – Wenn Cloud und On-Premises verschmelzen 

Wenn Daten plattformübergreifend integriert werden sollen, kann die sogenannte hybride Vernetzung die Lösung sein. Hybrid bedeutet dabei nichts anderes als, dass die verschiedenen Unternehmenssysteme sowohl in der Cloud als auch On-Premises betrieben werden und die Daten der unterschiedlichen Systeme sicher und zuverlässig miteinander verbunden werden. Wichtig hierbei ist nur, dass die Vernetzung mit den vor- und nachgelagerten Systemen jederzeit und plattformübergreifend gewährleistet ist. Der hybride Datenaustausch zwischen den unterschiedlichen Lösungen erfolgt über eine lokale Komponente, die eine sichere Brücke zwischen den Cloud-Lösungen und den On-Premises-Systemen darstellt. Die lokale Komponente ist dabei essentiell: So wird die sichere Kommunikation zwischen der cloudbasierten Lösung und den bereits vorhanden Systemen gewährleistet. Damit können Daten bidirektional zwischen SaaS-Lösung und On-Premises-Systemen zuverlässig synchronisiert werden, ohne dabei auf die Anforderungen von Datensicherheit und Compliance verzichten zu müssen.

Mehr Flexibilität durch hybride Vernetzung

Neben den Sicherheitsanforderungen, gehört Flexibilität bei einer Datenintegration zu den grundlegenden Anforderungen, um agil und schnell auf Prozessänderungen reagieren zu können. Dabei ist es irrelevant, ob die Daten ausschließlich in der Cloud, On-Premises oder hybrid synchronisiert werden. Durch die Modellierung von Workflows kann eine Vernetzung der eingesetzten Systeme auf „No Code“-Basis per Drag-and-drop schnell und bidirektional realisiert werden. Das Beste daran: es werden keine spezifischen  IT-Kenntnisse benötigt. Außerdem können Workflows plattformübergreifend dort abgebildet werden, wo sie gerade benötigt werden.

Die Integration von Systemen ist eine elementare Voraussetzung für Prozessautomatisierung – unabhängig davon, ob SaaS oder On-Premises. Die Automatisierung der erstellten Workflows ist damit eine weitere zentrale Anforderung an eine erfolgreiche Integration. Die automatische Durchführung entlastet den Benutzer von monotonen Tätigkeiten im Tagesgeschäft oder Wartungsaufgaben, schafft kostbare Zeit für wertschöpfende Aufgaben und erhöht die Produktivität.

Wettbewerbsfähig durch hybride Vernetzung

Datenintegration ist für die Wettbewerbsfähigkeit elementar. Insbesondere, wenn es um die Vernetzung von Cloud-Services und On-Premises-Lösungen geht. Moderne Integrationsplattformen bringen die notwendige Flexibilität mit, um agil auf neue Prozessanforderungen reagieren zu können. Sie erlauben auch die hybride Vernetzung, um alle vorhandenen Lösungsbausteine sicher und bestmöglich zu integrieren.

Geschrieben von
Christian Hofmann

Christian Hofmann ist Produktmanager Digitale Transformation bei Diamant Software.

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