Außerdem: Rollbacks und Version Pinning

Serverless Framework 1.1.0: Plug-ins erstellen und Funktionen lokal ausführen

Dominik Mohilo

© Serverless

Das Serverless Framework ist in Version 1.1.0 erschienen. Bislang exklusiv für Nutzer der Plattform AWS Lambda bietet das Framework eine einfache Möglichkeit, Serverless-Anwedungen zu schreiben. Wir haben uns angesehen, was es Neues gibt.

Less Server

Der Name „Serverless-Anwendung“ ist ein wenig irreführend; die völlige Abwesenheit von Servern ist damit natürlich nicht gemeint. Mit „Serverless“ wird lediglich der Ansatz angedeutet, als Entwickler selbst nicht mehr für die Verwaltung von Servern verantwortlich zu sein und stattdessen auf Services von Cloud Providern zurückzugreifen.

In Serverless-Anwendungen werden insbesondere Funktionen aufgerufen, die auf den Servern diverser Anbieter wie Amazon (AWS Lambda), Microsoft (Azure Functions), Google (Google Cloud Functions) oder IBM (OpenWhisk) zur Verfügung gestellt werden. Somit ist die Bezeichnung Function as a Service (FaaS) eigentlich korrekter als Serverless. Entsprechend bietet das Serverless-Framework ein Kommandozeilen-Interface, um Funktionen zu erstellen, sie zu deployen und aufzurufen.

Serverless 1.1.0

Die aktuelle Veröffentlichung des Serverless Frameworks bildet einen wichtigen Meilenstein im Hinblick auf die Release-Politik: Ab sofort wird es alle zwei Wochen ein Update geben, um neue Features zur Verfügung zu stellen und Bugs zu fixen. Grund hierfür ist laut der Entwickler des Frameworks der so geschaffene Druck, die Community mit wichtigen Updates zu versorgen.

Außerdem investiert das Team in Unit-Tests, Integrationstests sowie Code Reviews und hat es sich zum Ziel gesetzt, die Stabilität möglichst hoch zu halten. Eine weitere Änderung, die für Nutzer ggf. relevant sein dürfte, ist die Anwendung der semantischen Versionierung. Möglicherweise erwartet Nutzer also bald Version 2.0 oder 3.0 des Frameworks.

Neue Features

Funktionen lassen sich ab sofort auch lokal auf dem eigenen Rechner ausführen, es lassen sich sogar Eventdaten einsetzen. Das bislang ausschließlich für Node.js-Funktionen verfügbare Feature wird über die Kommandozeile serverless invoke local –f FUNCTION_NAME aufgerufen. Will man sehen, welche Releases im S3 Deployment Bucket hinterlegt sind, kann man nun über das Kommando serverless deploy list eine Liste anfordern. Für das Rollback lassen sich die jeweiligen Zeitstempel verwenden: serverless rollback –t TIMESTAM.

Im Zusammenhang mit dem zweiwöchigen Release-Zyklus ist Version Pinning in das Framework implementiert worden. So soll verhindert werden, dass Entwickler mit der falschen Version von Serverless deployen. In der Datei serverless.yml muss dazu lediglich die Zeile frameworkVersion: "1.0.3" entsprechend eingestellt werden. Anschließend wird das Framework sämtliche Kommandos verweigern, wenn die Version sich nicht deckt.

Mit Serverless 1.1.0 gibt es nun auch die Möglichkeit, Plug-ins zu erstellen und dem Repository zuzuführen. Entwickler können so verschiedene Kommandos für spezifische Services erweitern.

Weitere Informationen zum aktuellen Release gibt es in den Release Notes auf GitHub und im entsprechenden Blog-Eintrag auf der Serverless-Homepage.

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Dominik Mohilo
Dominik Mohilo
Dominik Mohilo studierte Germanistik und Soziologie an der Goethe-Universität in Frankfurt. Seit 2015 ist er Redakteur bei S&S-Media.
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