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Das Sammelbecken für Mobile-Tools

Sequoyah: Eclipse Indigo für Mobile-Entwickler

Auch für Mobile-Entwickler hat das Eclipse-Indigo-Release passende Projekte parat. Unter dem Namen Sequoyah versammeln sich Mobile-Tools verschiedener Ausrichtung. Projektleiter Eric Cloninger gibt Auskunft darüber, welche Entwicklungen sich in Sequoyah und der „Pulsar“ genannten Mobile Industry Working Group vollzogen haben.

JAXenter: Worauf liegt der Fokus des Sequoyah-Projekts?

Eric Cloninger: Sequoyah wurde als Ort der Entwicklung von Tools für mobile Endgeräte ins Leben gerufen. Es ist das Oberprojekt, in dem verschiedene Mobile-Werkzeuge mit ihrem jeweiligen engen Fokus zusammengefasst wurden. Erstausrüster, Anbieter und individuelle Entwickler haben diese Werkzeuge seit der Gründung im Dezember 2009 beigetragen.

JAXenter: Das Sequoyah-Projekt wurde in Indigo dem Toolsprojekt zugeordnet. Warum?

Cloninger: Sequoyah war ursprünglich Teil des Device-Software-Develpment-Top-Level-Projekts (DSDP). Doch viele der DSDP-Unterprojekte waren tatsächlich inaktiv, und es gab keine Interaktion innerhalb des Project Management Commitee (PMC). Deshalb schlug Wayne Beaton vor, das DSDP-Projekt aufzulösen und die verbliebenen aktiven Unterprojekte in andere relevante Top-Level-Projekte zu migrieren. Für Sequoyah war das ein recht schmerzloser Übergang, und die PMC-Mitglieder des Toolsprojekts sind großartige Mentoren.

JAXenter: Was ist im letzten Jahr bei Sequoyah auf technischer Seite passiert?

Cloninger: Im letzten Jahr kam ein umfangreicher Beitrag von Doug Schaefer (@dougschaefer) zur Unterstützung von nativen Android C/C++ Builds hinzu. Das war eine großartige Bereicherung, und wir haben auch einige zusätzliche Features ergänzt. Es muss sich allerdings noch zeigen, ob das Sequoyah-Projekt der richtige Ort für diesen Beitrag ist, aber aktuell sind wir davon begeistert. Abgesehen davon haben wir auch einige Bugfixes und kleinere Funktionsverbesserungen beigesteuert, die Motorola bei der Entwicklung ihres Produkts Motodev Studio durchgeführt hat.

JAXenter: Was ist der Stand der Dinge bei der Eclipse Pulsar Industry Working Group, die im letzten Eclipse-Helios-Release ja ein eigenes Package beigesteuert hat?

Cloninger: Seit dem letzten Release im Juni 2010 haben wir große Veränderungen im Bereich der mobilen Entwicklung erlebt. Die Ideen, die zur Gründung der Mobile Industry Working Group in 2008 geführt haben, sind zwar auch heute noch valide – Mobile-Entwickler brauchen qualitativ hochwertige Werkzeuge. Doch von einer taktischen Warte aus gesehen hat es sich erwiesen, dass der Unterhalt der Codebasis, die das Pulsar Package ausmachte, nur schwer aufrecht zu erhalten war. Die Working Group existiert weiter als Forum für Hersteller und andere interessierte Parteien, um Kooperationen und Austausch zu ermöglichen – aber wir arbeiten nicht mehr an einem Eclipse Package auf Basis von Indigo.

JAXenter: Was ist bei Sequoyah im nächsten Jahr geplant?

Cloninger: Wir werden weiter an Verbesserungen der existierenden Features arbeiten. Das Team von Motodev Studio hat zudem einige Teile innerhalb seines kommerziellen Produkts ausgemacht, die es in Sequoyah einbringen möchte. Wir haben auch einen Google-Summer-of-Code-Studenten, der an einer Anpassung des Localization-File-Editors für die Integration in das Eclipse-PDE-Projekt arbeitet. Und wir wollen weiterhin das Sammelbecken für neue Werkzeuge sein, die für Mobile-Entwickler interessant sind, und suchen immer nach Leuten, die an einer Mitarbeit an Mobile-Tools-Projekten interessiert sind.

JAXenter: Vielen Dank für das Gespräch!

Eric Cloninger ist Product Manager für Motorolas MOTODEV-Tools und Leiter des Eclipse-Projekts Sequoyah. Bei Motorola führt er ein Team von Open-Source-Entwicklern an diversen Mobile-Projekten. Cloninger ist Alumnus der Oklahoma State University.
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