SEPA leben statt Deadlines abarbeiten - JAXenter

SEPA leben statt Deadlines abarbeiten

Geschäftsregeln schneller und einfacher ändern

Die Änderung dieser Geschäftsregeln spielt bei Einführung von SEPA eine ganz entscheidende Rolle, denn sie gehören zu den wichtigsten Grundbausteinen, die die Geschäftsabläufe einer Bank beeinflussen. Die meisten Banken tun sich jedoch noch immer schwer damit, diese Regeln einfach zu verändern. Denn sie sind in den meisten Fällen noch fest in die Software einprogrammiert, sodass nur IT-Experten Änderungen vornehmen können. Soll eine Regel eingegeben werden, muss nach dem herkömmlichen System immer die IT bemüht werden, um die Angaben der Fachanwender in Programmiersprache zu übersetzen. Weil dabei häufig Missverständnisse entstehen, kann der Änderungsprozess sehr langwierig sein.

Dabei könnte es schneller gehen – mit Geschäftsregel-Managementsystemen, bei denen die Regeln aus den starren Strukturen der Unternehmenssoftware herausgelöst und modular eingesetzt werden. Dadurch könnten die Fachanwender, die die neuen Richtlinien am besten kennen, Regeländerungen direkt einpflegen, ohne die IT bei jedem Schritt mit ins Boot holen zu müssen. Sie können Änderungen in ihrer Fachsprache eingeben. Das spart nicht nur wertvolle Zeit innerhalb der Arbeitsprozesse, sondern entlastet auch die IT-Experten der Bank, die sich anderen wertschöpfenden Aufgaben widmen können. Außerdem vermeidet die einfache, für alle Anwender verständliche Regelsprache Missverständnisse und verbessert so die Abstimmung zwischen IT und Fachabteilung.

Mehr Transparenz bei der SEPA-Umsetzung

Automatisierte und zentral verwaltete Geschäftsregel-Managementsysteme haben jedoch noch weitere Vorteile. Sie protokollieren neben den Regeln und Änderungen an ihnen auch die Anwendung jeder einzelnen Regeln im Ablauf eines Geschäftsprozesses. Das macht auch hochkomplexe Abläufe vollständig auditierbar und gibt Banken jederzeit einen aktuellen Stand zur Umsetzung der Richtlinien. Diese transparente Auditierbarkeit bringt Finanzunternehmen nicht nur bei SEPA nach vorn. Es unterstützt sie auch bei der Einführung neuer Vorgaben, die künftig zu erwarten sind. Denn MiFID, IFRS und Basel II werden nicht die letzten Bemühungen gewesen sein, Bankprozesse länderübergreifend zu vereinheitlichen und übersichtlicher zu machen. Dazu kommt, dass Kreditinstitute kontinuierlich und in immer kürzer werdenden Abständen neue Gebührenstrukturen und Angebote für ihre Kunden entwickeln und möglichst schnell umsetzen müssen, um im internationalen Wettbewerb zu bestehen. Auch dabei kann eine flexible IT-Infrastruktur helfen.

Fazit

Banken sollten SEPA nicht nur als Richtlinie ansehen, für die sie in bestimmten Abständen störende Vorgaben erfüllen müssen. Vielmehr sind SEPA und andere Compliance-Vorgaben eine große Chance für die Finanzunternehmen, ihre starren IT-Strukturen und -Systeme endlich zukunftsfähig zu machen und für künftige Anforderungen vorzubereiten. Der Wettlauf hat bereits begonnen und manche Unternehmen sind weiter als andere, wenn es um flexible Prozesse und Infrastrukturen geht. Hier dürfen Banken den Anschluss an den Wettbewerb nicht verpassen, auch ihren Kunden zuliebe.

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