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Interview mit Eberhard Wolff

„Self-contained Systems sind ein Sonderfall von Microservices“

Melanie Feldmann

Der Begriff der Self-contained Systems fällt im Zusammenhang mit Microservices immer häufiger. Doch was unterscheidet die beiden Architekturkonzepte? Im Interview gibt Eberhard Wolff (innoQ) einen Einblick in das Konzept von Self-contained Systems und wo ihre praktischen Einsatzfelder liegen.

Self-contained Systems ist ein Architekturkonzept, bei dem Funktionen in mehrere unabhängige Systeme zerlegt werden – einem Microservice nicht unähnlich. Jedoch ist dieses Konzept nur für Webanwendungen gedacht und nicht so feingranular wie Microservices. Während Microservices außerdem sowohl synchron als auch asynchron kommunizieren können, sollen Self-contained Systems möglichst nicht miteinander reden. Auch bei der UI-Integration gibt es Unterschiede. Während bei Microservices die UI als eigener Service integriert sein kann und so von der Logik getrnnt ist, haben Self-contained Services eine UI. Der Versandhändler Otto baut seine Webwendungen als Self-contained Systems, nennt diese aber „verticals“. Auch Galleria Kaufhof setzt auf das Konzept.

eberhard_wolffEberhard Wolff ist Fellow bei innoQ und arbeitet seit mehr als fünfzehn Jahren als Architekt und Berater, oft an der Schnittstelle zwischen Business und Technologie. Er ist Autor zahlreicher Artikel und Bücher, u.a. zu Continuous Delivery und Microservices und trägt regelmäßig als Sprecher auf internationalen Konferenz vor. Sein technologischer Schwerpunkt sind moderne Architektur- und Entwicklungsansätze wie Cloud, Continuous Delivery, DevOps, Microservices und NoSQL.
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Melanie Feldmann
Melanie Feldmann
Melanie Feldmann ist seit 2015 Redakteurin beim Java Magazin und JAXenter. Sie hat Technikjournalismus an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg studiert. Ihre Themenschwerpunkte sind IoT und Industrie 4.0.
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