Selbst ist das Tun!

Selbstmanagement vs. Zeitmanagement: So bekommst du deine Arbeit besser in den Griff

Katharina Degenmann

© Shutterstock / Sergey Nivens

Immer mehr Menschen leiden unter Stress am Arbeitsplatz. Die Anforderungen, die der Berufsalltag an uns stellt, sind immer schwieriger zu erfüllen. Es gibt zu viele Aufgaben, die in zu kurzer Zeit erledigt werden sollen. Eine schier unermessliche Flut an Problemen und Herausforderungen stürzen auf einen herab. Das Email-Postfach quillt über, der Kollege ist immer noch krank und das Helpdesk in Fernost kann deine PC-Probleme mal wieder nicht lösen. Motivation geht anders.

Als Pionier der Managementlehre, stellte Peter F. Drucker den Leitsatz auf: “Es ist besser, die richtige Arbeit zu tun (=Effektivität), als eine Arbeit nur richtig zu tun (= Effizienz).”  Und so plädieren diverse gutgemeinte Ratgeber für die Planung im Voraus. Das steigert die Produktivität und sorgt für stressfreies Arbeiten. Doch in den vergangenen 20 Jahren sind die Management-Gurus dieser Welt leider etwas vom Weg abgekommen. Anstatt durch Selbstmanagement für weniger Belastung in der Arbeit zu sorgen, wurden die Methoden des Zeitmanagements optimiert, um noch mehr Produktivität zu erreichen.

Getunt wie ein Formel-1-Wagen sollten wir also durch die Unternehmen dieser Welt rauschen und dabei so wenig Zeit wie möglich verlieren. Versehentlich hatte man dabei ignoriert, dass unser Motor, im Gegensatz zu einem Formel-1-Wagen, auch halten muss. Aktuell mindestens bis 67, Tendenz steigend. Unsere Zeit bestmöglich zu nutzen, gestaltet sich im Allgemeinen etwas schwierig, da sich Zeit einfach nicht managen lässt. Der Tag hat 24 Stunden, 1440 Minuten und 86400 Sekunden – daran ändert auch das beste Management nichts!

Selbstmanagement ist der Schlüssel

Hingegen kann eine Struktur im Alltag gegen den Stress helfen, und hierfür scheint Selbstmanagement die Lösung. Letztendlich muss es darum gehen, seine Arbeitsweise in den Griff zu bekommen.

Unsere Tipps für mehr Struktur:

1. Ziele realistisch setzen

Wer sich zu viel aufhalst und zu viel von sich verlangt, setzt sich zusätzlich unter Druck. Daher ist es wichtig, die Ziele motivierend, realistisch und authentisch zu formulieren.

2. Organisieren Sie sich

Entwickeln Sie eine To-Do-Liste, auf der Sie alle Aufgaben notieren und überblicken können. Versuchen Sie diese Ziele zu priorisieren und eine Strategie für das Erreichen dieser Ziele zu entwickeln. Ziehen Sie diesen Plan konsequent durch, aber planen Sie trotzdem Puffer ein. Dafür kann es auch hilfreich sein, die Projekte in kleine Schritte aufzuteilen und die Teilschritte zu strukturieren.

3. Routine entwickeln

Bestimmte Aufgaben fallen jeden Tag an. Reservieren Sie daher eine gewisse Zeitdauer für Routinearbeiten wie E-Mails zu löschen und Papierkram zu erledigen.

4. Regelmäßig Pausen

Verzichten Sie nicht auf Ihre Mittagspause und gehen, wenn möglich, an die frische Luft. Das steigert die Konzentration.

Fazit: Vor allem aber geht es darum, eigene Fehler mit Nachsicht zu betrachten. Man kann die eigene Leistung verbessern, weil man aus den eigenen Fehlern lernt, und damit wird man auch in intensiven Phasen weniger Stress spüren. Oder wie Heidi Grant Halvorson schrieb: „Der Unterschied zwischen den Erfolgreichen und den weniger Erfolgreichen besteht nicht darin, ob sie Stress spüren oder nicht. Sondern darin, wie sie damit umgehen.“ 

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Katharina Degenmann
Katharina Degenmann
Katharina Degenmann hat Politikwissenschaft und Philosophie studiert. Seit Februar 2018 arbeitet sie in der Redaktion der Software & Support Media GmbH und ist nebenbei als freie Journalistin tätig.
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