Automatisches Skalieren in der Amazon Cloud

Selbst ist die Cloud!

Niko Eder, Benjamin Schmeling, Steffen Heinzl

Wer sich mit dem Thema Skalierbarkeit befasst, sieht sich meist mit zahlreichen Fragen konfrontiert: Wie muss ich meine Java-Anwendung entwickeln, damit diese skaliert? Welche Teile der Anwendung sollte ich auf einzelne Knoten verteilen, welche sollten dupliziert werden, welche aus Konsistenzgründen nur einmal instanziiert? Zunächst muss man aber wissen, wie man Knoten bzw. Ressourcen überhaupt dynamisch je nach Anforderungen bereitstellen und wieder herunterfahren kann. Häufig betrachtet ein Entwickler lediglich den Anwendungsaspekt. Die Infrastruktur ist aber keineswegs zu vernachlässigen, denn sie bildet die Basis für eine Anwendungsskalierung. Erfahren Sie, wie sich mithilfe von Amazon EC2 automatisiert Infrastrukturressourcen, d. h. Knoten anhand von Kriterien wie CPU-Last hinzu- bzw. abschalten lassen.

Einer der interessantesten Aspekte von Cloud Computing ist die Elastizität (rapid elasticity). Sie beschreibt die Fähigkeit, abhängig von der Last oder anderen Faktoren dynamisch Instanzen virtueller Maschinen hinzuzufügen bzw. wieder herunterzufahren. Amazon bietet in diesem Bereich verschiedene Dienste an, die eine Anwendung der elastischen Infrastruktur zulassen. Der grundlegende Dienst in diesem Bereich ist die Amazon Elastic Compute Cloud (EC2). EC2 ist ein Dienst, der es erlaubt, über eine Web-Service-Schnittstelle Instanzen von virtuellen Maschinen, so genannte Amazon Machine Images (AMI), zu starten und zu stoppen.

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Niko Eder
Niko Eder
Niko Eder ist Studierender an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt. Nach erfolgreichem Abschluss des Bachelorstudiums der Wirtschaftsinformatik mit dem Schwerpunkt E-Commerce studiert er im Zuge des konsekutiven Masterprogramms Informationssysteme.
Benjamin Schmeling
Benjamin Schmeling
Benjamin Schmeling ist Teamleiter der Softwareentwicklung bei UBL Informationssysteme und ist dort zuständig für die Entwicklung von kundenindividuellen Softwarelösungen, Integrationslösungen und Strategy Services. Er beschäftigt sich in diesem Rahmen u. a. mit Themen wie der modellgetriebenen Softwareentwicklung, serviceorientierten Architekturen und Cloud Computing.
Steffen Heinzl
Steffen Heinzl
  Steffen Heinzl ist Professor an der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt in den Bereichen Web-Engineering und Cloud Computing. Nach seiner Promotion an der Philipps-Universität Marburg arbeitete er als Forscher bei SAP Research und als IT-Architekt bei der T-Systems International GmbH. Seine Forschungs- und Entwicklungsinteressen liegen in den Bereichen Cloud Computing – insbesondere Platform as a Service – und Web Services. Ferner ist er Autor des Buchs „Middleware in Java“.
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