Hacken gegen Corona

#WirvsVirus: Erste Sieger-Projekte wurden vorgestellt

Jan Bernecke

© Shutterstock / Tartila

Die Bundesregierung und verschiedene Initiativen aus dem digitalen Sektor hatten zu einem deutschlandweitem Hackathon zur Bewältigung der Corona-Krise aufgerufen. Aus rund 1.500 Einreichungen wurden nun unter der Schirmherrschaft von Digitalministerin Dorothee Bär die ersten 20 erfolgreichen Projekte vorgestellt.

Mit der Veranstaltung #WirvsVirus rief ein Zusammenschluss aus verschiedenen Initiativen der Tech-Branche und der Bundesregierung zu einem gemeinsamen Hackathon auf, wir berichteten. Das ausgegebene Ziel: In kürzester Zeit digitale Projekte zu starten, die im Kampf gegen das Corona-Virus von Nutzen sind und Lösungen für aktuelle Herausforderungen anbieten. Den Gewinnern des Hackathons steht neben organisatorischer und finanzieller Unterstützung seitens der Regierung und Wirtschaft auch ein Netzwerk an Experten zur Verfügung, sodass gemeinsam an einer schnellen Umsetzung des Projektes, aber auch an dessen Verbreitung in der Bevölkerung und den entsprechenden Unternehmen gearbeitet werden kann.

Hackathon_Post_Social Media

Quelle: https://wirvsvirushackathon.org/

Und nicht nur die Tech-Branche nahm die Aufforderung an. So konnten die Initiatoren über 43.000 Anmeldungen verzeichnen, die sich aus verschiedensten Bereichen der Wirtschaft und Zivilgesellschaft zusammensetzten. Vom 20. bis 22. März hatten die einzelnen Teams daraufhin Zeit, ihre Ideen umzusetzen und die Präsentation vorzubereiten. Das Ergebnis waren 1.500 Einreichungen, die im Anschluss von einem Auswahlgremium bestehend aus Mitarbeitern verschiedener Bundesministerien, Ehrenamtlichen und Community-Mitgliedern gesichtet und bewertet wurden. So entstand die aus 150 Projekten bestehende Shortlist, welche wiederum einer Jury aus Wirtschaft, Politik, aber auch IT-Experten, vorgelegt wurde.

 

Das Anwendungsfeld erstreckt sich dabei vom Gesundheitssektor über den täglichen Alltag bis zur Unterstützung von staatlichen Organisationen und dem gesellschaftlichen Zusammenleben. Wichtige Themen, die ein schnelle Lösung bedürfen, behandeln dabei Probleme wie die Bekämpfung von Fake News oder der Schätzungen der Dunkelziffer an Infizierten. Mit dabei sind Apps wie das Digitale Wartezimmer, welches die wichtigsten Symptome Online abfragt und einen Termin beim Arzt ansetzen kann. Oder auch das Projekt Remedymatch, welches den Knotenpunkt zwischen Spendern von Ressourcen wie Schutzkleidung, Krankenhäusern/Arztpraxen und einem Kurier darstellt. Andere Lösungen zielen auf Hilfestellungen bei Anträgen zur Kurzarbeit ab oder wollen den digitalen Besuch im Altersheim per Videochat vereinfachen. Alle Projekte, die nun prämiert wurden, können in der Youtube-Playliste eingesehen werden.

hackathon

Quelle: #WirvsVirus

Die ausgewählten Projekte wurden in den Solution Enabler der Initiative aufgenommen und können mit der Unterstützung aus Politik, Wirtschaft und den speziellen Branchen rechnen. Dorothee Bär stellte neben finanziellem Support auch noch die internationale Bedeutung des gesamten Hackathons klar, da man sich im ständigen Austausch mit Institutionen und Politikern im Ausland befände, die ebenfalls auf die Ergebnisse aus Deutschland warten würden. Auch wäre #WirvsVirus laut Bär eine Blaupause für zukünftige gemeinsame Arbeit an großen Projekten.

An dieser Stelle noch wichtig: Der Hackathon ist beendet, das gesamte Projekt #WirvsVirus geht jedoch weiter. Neben den nun prämierten Lösungsansätzen können sich Interessiert weiterhin bewerben und ihr Ideen vorstellen. Alle Informationen finden sich auf der offiziellen Webseite der Initiative.

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Jan Bernecke
Jan Bernecke
Jan Bernecke ist seit 2019 Online-Redakteur bei S&S Media. Zuvor war der rugbyspielende Literaturwissenschaftler im Bereich Online-Marketing tätig.
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