#WirVsVirus

Hack the Virus! Hackathon der Bundesregierung für Herausforderungen in Zeiten von Corona

Dominik Mohilo

© Shutterstock / Jne Valokuvaus

Unter der Schirmherrschaft des Chefs des Bundeskanzleramtes, Prof. Dr. Helge Braun, veranstaltet das Bundeskanzleramt für Digitalisierung an diesem Wochenende (20. bis 22. März) einen Hackathon, um Lösungen für die Herausforderungen der aktuellen Situation in Deutschland zu finden. Für diese werden unter anderem auch Entwicklerinnen und Entwickler gesucht – auch für unsere Leserinnen und Leser sicher eine gute Gelegenheit, aktiv zu werden.

Die aktuelle Situation in Deutschland ist schwer… und auch schwer überschaubar. Die immer weiter steigenden Infektionszahlen mit dem neuartigen Corona-Virus beunruhigen die Bevölkerung und obwohl gar keine Knappheit an Toilettenpapier und Nahrung existiert, werden Hamsterkäufe getätigt. Die dringende Empfehlung, soziale Kontakte lieber virtuell zu zelebrieren und die Schließung zahlreicher Geschäfte, die nichts mit der Grundversorgung mit Nahrungsmitteln und Haushaltswaren zu tun haben, bringt neue Probleme auf den Plan.

Viele, insbesondere jene, die in Kurzarbeit oder Zwangsurlaub geschickt wurden, fühlen sich der aktuellen Situation hilflos ausgeliefert und vielleicht ein wenig machtlos. Zudem sehen einige Probleme, die vielleicht der breiten Bevölkerung und speziell der Regierung und den Verwaltungen gar nicht bewusst sind. Abhilfe dafür könnte nun der #WirVsVirus Hackathon sein, den sieben soziale Initiativen veranstalten, die vom Bundeskanzleramt für Digitalisierung und dem Digitalrat unterstützt werden. Auf Twitter schreibt Dorothee Bär, unsere im Bundeskanzleramt für Digitalisierung beschäftigte Staatsministerin:

#WirVsVirus – Probleme benennen, Lösungen finden

Am Anfang der Lösungsfindung steht natürlich erst einmal, Probleme zu finden, die aktuell gelöst werden können. Dazu sind alle Bürgerinnen und Bürger offiziell aufgefordert. Auf der Homepage des Projektes kann sich jeder mit einem Anliegen (oder einer „Herausforderung“) Gehör verschaffen. Die Annahme für solche Herausforderungen ist bis Freitagmorgen geöffnet. Sobald die Vorschlagsannahme geschlossen ist, können Interessierte sich für 48 Stunden freiwillig melden, an einer der gesammelten Herausforderungen zu arbeiten. Egal, ob die Anmeldung allein oder mit Freunden und Familienmitgliedern durchgeführt wird, Platz ist für alle. Alternativ kann man sich auch einem bereits bestehenden Team beitreten.

Gesucht werden hierfür zwei Kategorieren von Personen: Teilnehmer/innen und Mentoren/Mentorinnen. In die Kategorie Teilnehmer/innen fallen Entwickler/innen, Designer/innen, Kreative Personen, Problemlöser/innen und sozial engagierte Bürgerinnen und Bürger, wie es auf der Webseite heißt. Mentoren/Mentorinnen sind Expertinnen und Experten aus den Bereichen Gesundheit oder Digitalisierung, die die so geformten Teams unterstützen und wohl stückweit auch ein wenig Leiten.

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Ausblick

Der Hackathon soll quasi der Startschuss für eine Reihe von Initiativen, Programmen und digitale Angebote sein. Die aktuelle Situation stellt dabei sozusagen den Schubs in die richtige Richtung dar, denn auch wenn die Corona-Krise irgendwann überwunden sein wird, sollen die erarbeiteten Lösungen und die angesprochenen Herausforderungen nicht von der Tagesordnung verschwinden.

Weitere Informationen zum Hackathon gibt es auf der offiziellen Webseite der Initiative und via Mail an info@wirvsvirushackathon.org.

Hack the Virus!

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Dominik Mohilo
Dominik Mohilo
Dominik Mohilo studierte Germanistik und Soziologie an der Goethe-Universität in Frankfurt. Seit 2015 ist er Redakteur bei S&S-Media.
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Hallo, vielleicht ist dieser Vorschlag schon tausendfach eingegangen, aber ich frage einfach mal: Wäre es zumindest bedingt möglich, eine Art Corona-Jobbörse zu bilden? D. h., dass man diejenigen Menschen, die aufgrund der aktuellen Situation gar nicht arbeiten können (z. B. im Bereich der Gastronomie, Verkäufer im Nicht-Lebensmittelbereich, Friseure, Physiotherapeuten usw) auf freiwilliger Basis für absehbare Zeit dorthin vermittelt bzw einsetzt, wo derzeit Unterstützung benötigt wird, z. B. Lebensmittelbereich, Erntehelfer, Anfertigung von Schutzmasken, Versand von Hygieneartikeln oder in Krankenhäusern im Bereich der Verwaltung und sie von diesen Institutionen ihr Einkommen erhalten? Könnten somit vielleicht einige die notwendige Kurzarbeit oder Kündigungen umgehen?