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COVID-19 Global Hackathon: Facebook, Microsoft, AWS, Twitter gegen den Virus

Jean Kiltz

© Shutterstock / Jne Valokuvaus

Nach dem von der Bundesregierung unterstützten Projekt #WirVsVirus gibt es einen weiteren Hackathon, der Lösungen für die aktuellen Herausforderungen der Corona-Krise finden will. Der „COVID-19 Global Hackathon“ wird von Größen wie AWS, Facebook, Microsoft, Slack, TikTok und Twitter unterstützt und wurde auf DevPost.com ausgerufen.

Der weltweite Hackathon soll auf die Isolation reagieren, in die sich Menschen aufgrund des Virus begeben haben. Durch die Vernetzung über DevPost.com erhofft man sich, dass Entwickler Softwarelösungen finden, um die akute Krise zu bekämpfen. Dafür wurden einige Themenfelder vorgegeben, die bearbeitet werden können.

Ein Fokus des Hackathon liegt auf dem Thema „Vulnerable Populations“. In diesem Bereich geht es vor allem darum, wie man genau jenen Teil der Bevölkerung unterstützen kann, welcher durch das Virus entweder direkt oder indirekt durch einhergehende Jobverluste und Geldnöte in Problemlagen geraten sind.

Fallzahlen verfolgen

Eines der großen Probleme an der momentanen Situation ist, dass die Virusverbreitung sehr schwer zu fassen ist. Deswegen wird im Hackathon überlegt, wie mit digitalen Mitteln mehr Daten gesammelt werden können. Das umfasst Informationen oder auch Hochrechnungen zu Infiziertenzahlen einzelner Länder. Das Projekt soll vom International Rescue Committee (IRC) und der WHO begleitet werden.

Eine vielversprechende Überlegung ist die Entwicklung einer (Web-)App mit Augenmerk auf die Privatsphäre der Bürger. Diese Anwendung soll als Plattform dienen, auf der Nutzer Angaben über ihren Standort und ihren Gesundheitszustand machen können. Um die Angaben gegen „Trolle“ abzusichern, soll es eine einfache User-Identifizierung geben. Die möglichen Angaben sollen den Ländercode und eine Abfrage enthalten, in welchem Status der Krankheit (unbekannt, infiziert, geheilt) man sich befindet. Weiterhin sollen Nutzer ihre Symptome beschreiben können.

Die große Neuerung wäre aber die Vernetzung aller bisherigen Meldeportale. Deren Daten werden auf SafeTracking zusammenfließen, den Privacy-Richtlinien angepasst und vereinheitlicht. So erhoffen sich die Macher eine Vergleichbarkeit der Daten, die bisher fehlt.

Digitale Lösungen Lo-Fi machen

Am meisten gefährdet sind ältere Menschen. Diese haben unter Umständen nicht die entsprechenden technischen Geräte oder das Know-How, die digitalen Lösungen auch wirklich anzuwenden. Darum wird versucht, diese Apps auf eine Lo-Fi-Basis zu übertragen, die möglichst viele Menschen erreicht. Eine spezielle Anforderung ist, diese Informationen möglichst frei von Fake News zu halten und kostengünstig anzubieten.

Das sind nur zwei Teilthemen, die auf dem Hackathon besprochen werden. Für Interessierte gibt es auf DevPost.com nähere Informationen und viele spannende Projekte.

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Geschrieben von
Jean Kiltz
Jean Kiltz ist seit März 2020 Redakteur bei Software & Support Media. Er hat Geschichte und Kulturanthropologie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz studiert. Danach war er beim ZDF als First-Level-IT-Support angestellt.
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